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Bundestagswahl : Schulz bietet Merkel Vizekanzlerschaft an

  • Aktualisiert am

Verbreitet Optimismus – allen Umfragen zum Trotz: der SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz Bild: dpa

Die SPD will keine Fortsetzung der großen Koalition, sagt Kanzlerkandidat Schulz – und falls doch, dann nur mit der Union als Juniorpartner. Und die schlechten Umfragewerte? „Ist mir alles egal.“

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          Die SPD schielt nach Angaben ihres Kanzlerkandidaten Martin Schulz zwei Wochen vor der Wahl nicht auf eine Fortsetzung der großen Koalition. „Wer Merkel ablösen will, der muss Schulz wählen, der muss die SPD wählen. Das ist völlig klar“, sagte Schulz am Montag in Berlin.

          Er halte an seinem Wahlziel fest: „Ich strebe an, Bundeskanzler zu werden. Und wenn Frau Merkel in mein Kabinett eintreten will, kann sie das gerne als Vizekanzlerin tun.“ Er schaue nicht auf Meinungsumfragen, so Schulz. „Meinetwegen können sie Meinungsumfragen veröffentlichen so viel, wie sie wollen und Plätzchenbacken mit Mutti auf die erste Seite setzen. Ist mir alles egal. Ich kämpfe für meine Überzeugungen“, sagte Schulz.

          Die SPD liegt in Umfragen zwischen 21 und 25 Prozent. Schulz hätte damit keine realistische Chance, Kanzler zu werden. Denn sowohl ein Ampelbündnis mit FDP und Grünen als auch eine rot-rot-grüne Koalition mit Linken und Grünen sind derzeit weit von einer Mehrheit entfernt. „Warten sie mal den Wahlabend ab, und dann werden sie die Prozession Richtung Willy-Brandt-Haus schon sehen“, sagte Schulz. Später ergänzte er, vielleicht gebe es aber auch eine Prozession zum Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale.

          Schulz bekräftigte seine roten Linien bei Bildung, Rente, Löhnen und Europa. „Ohne diese vier Punkte kann mit uns niemand Verhandlungen aufnehmen.“ Er ergänzte die Liste um die Aufstockung der Verteidigungsausgaben. Die von der Union angepeilte Erhöhung des deutschen Wehretats um bis zu 30 Milliarden Euro mehr pro Jahr werde er nicht mittragen: „Mit mir wird es das Zwei-Prozent-Ziel nicht geben“, sagte Schulz. Er wies den Eindruck zurück, dies seien Bedingungen für eine neue große Koalition. Die CDU lehne alle diese Punkte ab.

          Berlin : Schulz: Merkel kann gerne Vizekanzlerin werden

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          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

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