https://www.faz.net/-gpf-7jjuz

Koalitionsverhandlungen : Seehofer verkündet: Dobrindt wird Bundesminister

  • Aktualisiert am

CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt wird nach dem Wunsch des Parteivorsitzenden Horst Seehofer künftig an Merkels Kabinettstisch Platz nehmen Bild: dpa

Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer will der SPD in den Koalitionsverhandlungen keine weiteren Zugeständnisse machen: „Druck erzeugt Gegendruck.“ Zugleich verkündet er eine Personalie. Generalsekretär Alexander Dobrindt werde „zwangsläufig“ Minister.

          1 Min.

          Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer reagiert mit Verwunderung auf das Zugehen der SPD auf die Linkspartei, während die Genossen zugleich mit der Union über eine große Koalition verhandeln. „Das nehmen wir erstaunt zur Kenntnis, aber wir sind Profis,“ sagte Seehofer am Montag vor einer CSU-Vorstandssitzung in München vor Journalisten. 

          Er verwies darauf, dass der CSU-Parteitag am kommenden Wochenende  sicher darauf reagieren werde. „Druck erzeugt Gegendruck.“

          Trotz des Denkzettels des SPD-Parteitags für die Parteispitze will Seehofer den Sozialdemokraten keine weitergehenden Zugeständnisse  machen. „Wir können nicht das Wahlergebnis auf den Kopf stellen.“  Die Union wolle die große Koalition und sei zu Kompromissen bereit.  Aber die Union sei nicht bereit, ihre Markenkerne aufzugeben. Unter  dem Eindruck des SPD-Parteitags wollten „CDU und CSU äußerst  geschlossen in die nächsten Tage gehen“.

          © ZDF

          Derweil ist CSU-intern für eine kommende Bundesregierung eine  Personalentscheidung bereits gefallen. Wie Seehofer sagte, soll  CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt Minister werden. „Das ist  eine Zwangsläufigkeit.“ Dass Dobrindt nach den für die CSU  erfolgreichen Wahlkämpfen zur Landtags- und Bundestagswahl  Bundesminister werden soll, war in Bayern allgemein erwartet worden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Mögliche Zielgruppe des „Magacoins“: Trump-Anhänger bei einer Wahlkampfveranstaltung des damaligen Präsidenten in Lansing im Oktober 2020

          Digitaler „Magacoin“ : Eine eigene Währung für Trump-Anhänger?

          Anhänger von Donald Trump haben eine digitale Währung geschaffen: den „Magacoin“. Noch liegt sein Wert bei null. Der Zweck indes scheint klar. Trump-Loyalisten sollen im Wahlkampf damit unterstützt werden.
          Klima-Aktivistin Luisa Neubauer auf einer Demonstration am Freitag in Hamburg

          Proteste der Klimajugend : Der Gegner heißt Armin Laschet

          Die Fridays-for-Future-Bewegung nimmt speziell CDU und CSU ins Visier. Nach der Flutkatastrophe, die die Aktivisten auf den Klimawandel zurückführen, wollen sie bis zur Wahl mehr Druck aufbauen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.