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Kleiner Parteitag der Grünen : Kretschmann rechnet mit Trittin ab

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Andreae trat dafür ein, die Grünen neu auszurichten. So hätten sich Mittelstand und Handwerk von ihnen abgewandt. „Die hatten nicht mehr das Gefühl, dass wir sie verstehen.“ Andreae verwahrte sich aber gegen den Vorwurf, zu wirtschaftsliberal zu sein. „Das versteh ich gar nicht.“ Sie werde den Unternehmen gegenüber stets sagen: „Der Klimaschutz ist nicht verhandelbar.“ Göring-Eckardt betonte, die soziale Frage brenne auch nicht Betroffenen unter den Nägeln, „weil die Unternehmen Gerechtigkeit wollen genauso wie die Sozialarbeiter“.

„Sind weder personell noch konzeptionell vorbereitet“: Robert Habeck

Die Bundesgeschäftsführerin der Grünen, Steffi Lemke, verzichtet unterdessen auf eine Kandidatur für den Parteivorsitz. „Angesichts der gegenwärtigen strategischen Aufstellung der Grünen ist mir eine Kandidatur (...) nicht möglich“, sagte sie der „Süddeutschen Zeitung“. Bislang hatte Lemke offengelassen, ob sie sich für die Nachfolge von Claudia Roth bewerben will, die als Konsequenz aus der Wahlniederlage nicht mehr antritt. Damit verbleibt als einzige Kandidatin der Parteilinken die saarländische Landtagsabgeordnete Simone Peter.

Habeck: Grüne in nicht verhandlungsfähigem Zustand

Der schleswig-holsteinische Umweltminister Robert Habeck (Grüne) sieht unterdessen derzeit keine Chance für Koalitionsverhandlungen seiner Partei mit der Union. Er sagte am Samstag dem RBB-Inforadio, die Grünen sei nicht in einem verhandlungsfähigen Zustand. „Wir können zwar mit der Union reden, aber wir sind weder personell noch konzeptionell auf so ein Bündnis vorbereitet. Wir waren nur auf ein Bündnis mit der SPD vorbereitet und hätten mit ihr Koalitionsverträge aushandeln können. Wir können gar nicht sagen, was wir von der Union wollen. Wir können ihnen keinen Preis nennen, den wir einfordern wollen.“

Nach Ansicht Habecks war diese ausschließliche Ausrichtung auf die SPD ein Fehler, den die Grünen schon 2009 begangen hätten. In Zukunft müsse man sich eigenständiger aufstellen. Der stellvertretende schleswig-holsteinische Ministerpräsident forderte die Grünen zudem auf, ihr Gesellschaftsbild zu überdenken: „Dieses Weltbild, hier gibt es die Guten und zwar die linken Guten, und da gibt es den Rest, und der Rest ist für uns uninteressant, das muss endlich mal aufgearbeitet und dann verabschiedet werden.“

Ströbele: Schwarz-Grün nahezu ausgeschlossen

Der Berliner Grünen-Bundestagsabgeordnete Hans-Christian Ströbele hält eine schwarz-grüne Regierungskoalition derweil für kaum machbar. „Man kann auch mit der Union Gespräche führen. Das haben wir vor der Wahl gesagt, und das sagen wir jetzt. Aber dass dabei eine Koalition herauskommt, ist nahezu ausgeschlossen“, sagte der 74 Jahre alte Grünen-Politiker mit Wahlkreis Berlin-Kreuzberg der „Berliner Morgenpost“ (Samstag). Politische Inhalte und Interessen seien so gegensätzlich, dass es mit Schwarz-Grün nicht klappen könne. Ströbele zog als bundesweit einziger grüner Direktkandidat mit 46,7 Prozent der Stimmen in den Bundestag ein.

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