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Impfkritische Äußerungen : Aiwanger scheint es ernst zu sein

Der Ministerpräsident und sein Stellvertreter: CSU-Chef Markus Söder (rechts) und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger am 29. Juni bei einer Pressekonferenz in München Bild: dpa

Die impfkritischen Aussagen des Freie-Wähler-Chefs verunsichern auch die CSU. Die Grünen fordern von Ministerpräsident Söder „eine klare Reaktion“.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          Als der bayerische Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger jüngst in einem als vertraulich angelegten Gespräch mit Journalisten vor einer „Apartheidsdiskussion“ zulasten Ungeimpfter warnte, waren manche überrascht, dass er tags darauf ausgerechnet die impfkritischen Zitate zum Abdruck freigab. Bis dahin konnte man noch glauben, er behandele die Tatsache, dass er sich selbst bisher nicht hat impfen lassen, als die „Privatsache“, zu der er sie deklariert hatte.

          Timo Frasch
          Politischer Korrespondent in München.

          Leute, die nah an ihm dran sind, wissen aber, dass es Aiwanger durchaus auch politisch ernst damit ist. Er glaubt demnach wirklich, dass gerade beim Thema Corona-Impfung noch viele Fragen ungeklärt seien. Positive Reaktionen von Bürgern scheinen ihn darin bestärkt zu haben, sich offensiver zu positionieren. Zuletzt hat er das im Deutschlandfunk getan. Der Freie-Wähler-Chef widersprach dort der etwa von seinem Koalitionspartner Markus Söder vertretenen These, dass die Pandemie durch die Impfungen beendet werden könne. Vielmehr warnte er davor, dass doppelt Geimpfte durch eine falsche Nachlässigkeit beim Testen das Virus weiterverbreiten könnten.

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