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Früherer Verteidigungsminister : Seehofer bringt Guttenberg als Minister ins Spiel

  • Aktualisiert am

CSU-Politiker im Wahlkampfmodus: Horst Seehofer und Karl-Theodor zu Guttenberg (rechts) Bild: dpa

Vor rund sechs Jahren ist Karl-Theodor zu Guttenberg über seine Doktorarbeit gestolpert. Der CSU-Chef Horst Seehofer sieht ihn für einen Posten in der Politik befähigt.

          CSU-Chef Horst Seehofer hält den derzeit im Wahlkampf der Christsozialen aktiven früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg wieder für ministrabel. Er könne sich Guttenberg „überall“ vorstellen, sagte Seehofer der „Passauer Neuen Presse“ (Montagsausgabe). Er halte ihn sowohl in Bayern für ministrabel als auch im Bund. „Das ist aber keine Vorhersage, dass er das Amt eines Bundesministers anstrebt oder bekommt“, sagte Seehofer.

          Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) würde demnach aber eine Rückkehr des 2011 über eine Plagiatsaffäre gestolperten Guttenberg begrüßen. „An einem Veto der Bundeskanzlerin würde das übrigens nicht scheitern, sie begrüßt sogar sehr, dass er sich wieder bei uns engagiert.“ Guttenberg sei „ein Magnet, fasziniert die Menschen. Und er kann etwas.“

          Sein Wunsch nach einer Rückkehr Guttenbergs richte sich übrigens nicht gegen irgendjemanden, betonte der CSU-Chef. Bei den Christsozialen gibt es Spekulationen, mit einer Rückkehr Guttenbergs wolle Seehofer Bayerns Finanzminister Markus Söder als möglichen künftigen Ministerpräsidenten oder CSU-Chef verhindern.

          In Bayern plant Seehofer derweil noch vor der Landtagswahl im kommenden Jahr eine größere Kabinettsumbildung. „Es wird einen neuen Zuschnitt von Ministerien geben. Es gilt, Dinge zu optimieren“, sagte der Ministerpräsident. Die Kabinettsumbildung werde aber erst nach der Bildung einer neuen Bundesregierung erfolgen – womöglich werde er sie erst im kommenden Jahr umsetzen.

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