Zerstörerische Kraft: durch die Flutwelle weggerissene Brücke über die Ahr in Ahrweiler Bild: dpa
Nach dem verheerenden Unwetter in NRW und Rheinland-Pfalz gewinnt der Klimaschutz für die Deutschen an Bedeutung. Doch auch nach der Flutkatastrophe ist für die Mehrheit ein anderes Thema noch wichtiger.
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Diese Legislaturperiode hatte zwei große Themenzyklen, die die Debatten geprägt und teilweise Weltbilder und die politische Agenda verändert haben: die Pandemie und den Klimawandel. Insbesondere 2019 stand im Zeichen der Klimadebatten und der „Fridays for Future“-Demonstrationen, ehe die Pandemie ab März 2020 die Aufmerksamkeit absorbierte. Klimaschutz und generell Nachhaltigkeitsthemen wurden dadurch zwar nicht aus dem Bewusstsein verdrängt, standen aber nicht mehr so im Mittelpunkt der Berichterstattung und Debatten wie zuvor.
Die Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und die Deutung ihrer Ursachen in der Berichterstattung haben dem Thema neue Aktualität verliehen. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung hat die Berichte intensiv verfolgt, ähnlich wie bei den Hochwasserkatastrophen 2002 und 2013. Mehr als damals wurden die Ereignisse diesmal jedoch als Folge des Klimawandels eingeordnet. 2002 sahen 52 Prozent hier einen unmittelbaren Zusammenhang, 2013 45 Prozent, diesmal 62 Prozent. Die Ereignisse haben auch die Sorgen über den Klimawandel wieder verstärkt, jedoch in Grenzen: Am Jahresbeginn waren 46 Prozent der Bevölkerung über den Klimawandel sehr besorgt, aktuell sind es 52 Prozent, 2019 waren es zeitweise 56 Prozent.
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