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Sondierungsgespräche : Wer redet wann mit wem?

  • Aktualisiert am

Wahlplakate der Spitzenkandidaten von Union, SPD, Grünen und FDP Bild: Reuters

Grüne und FDP gelten als Kanzlermacher. In den nächsten Tagen werden sie mit potenziellen Koalitionspartnern Gemeinsamkeiten, Gegensätze und Kompromisse ausloten. Das ist der Fahrplan.

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          Das Programm für die Sondierungsgespräche von FDP und Grünen in den kommenden Tagen nimmt Gestalt an: Den Anfang machen am Freitag FDP und Grüne. Nach einem ersten Treffen des FDP-Parteivorsitzenden Christian Lindner und des FDP-Generalsekretärs Volker Wissing mit den Grünen-Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Volker Habeck am Mittwoch wollen sich beide Parteien am Freitag in größerer Runde treffen. Dabei sollen nach Wissings Angaben „Inhalte vertieft werden“.

          Am Sonntag will dann die SPD zuerst mit der FDP und dann mit den Grünen sprechen. Am gleichen Abend wollen sich auch FDP und CDU treffen. Am Dienstag ist dann ein Sondierungsgespräch zwischen der CDU und den Grünen vorgesehen, wie CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak am Donnerstag mitteilte.

          Für die SPD nehmen an den Sondierungsgesprächen teil: Kanzlerkandidat Olaf Scholz, die Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans, der Fraktionsvorsitzende Rolf Mützenich, die rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Generalsekretär Lars Klingbeil.

          Als letzte der an den Sondierungen über eine Regierungsbildung beteiligten Parteien hat sich am Donnerstag die CDU aufgestellt. Zu ihrem zehnköpfigen Team gehören der Parteivorsitzende Armin Laschet, Generalsekretär Paul Ziemiak, der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Ralph Brinkhaus, der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier, dessen sachsen-anhaltinischer Amtskollege Reiner Haseloff, der schleswig-holsteinische Regierungschef Daniel Günther, der baden-württembergische Innenminister Thomas Strobl, die stellvertretenden Parteivorsitzenden Julia Klöckner und Sylvia Breher sowie Gesundheitsminister Jens Spahn.

          Die Grünen werden vertreten von ihren Parteivorsitzenden Annalena Baerbock und Robert Habeck sowie den Vorsitzenden der Bundestagsfraktion Katrin Göring-Eckardt und Anton Hofreiter. Weitere Mitglieder der Delegation sind Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann, Parteigeschäftsführer Michael Kellner, der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann, die bisherige Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth, der Europaabgeordnete Sven Giegold und die stellvertretende Parteivorsitzende Ricarda Lang.

          Für die FDP sondieren der Partei- und Fraktionsvorsitzende Christian Lindner, die stellvertretenden Parteivorsitzenden Johannes Vogel und Nicola Beer, Generalsekretär Volker Wissing, der Erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann, die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger, der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Michael Theurer, die Vorsitzende von Sachsen-Anhalt Lydia Hüskens, Bundesschatzmeister Harald Christ und der Europa-Abgeordnete Moritz Körner. Körner wird seinen Platz nach Angaben der Partei zugunsten der stellvertretenden Parteivorsitzenden Wolfgang Kubicki aufgeben, sobald Kubicki nach einer kleineren Operation wieder genesen ist.

          Die CSU hat für die Gespräche mit der FDP und den Grünen ein fünfköpfiges Team benannt. Dazu gehören nach Angaben aus Parteikreisen der CSU-Vorsitzende Markus Söder, CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt, Generalsekretär Markus Blume, der Parlamentarische Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe, Stefan Müller, sowie die bisherige Digital-Staatsministerin Dorothee Bär.

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