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„Ehe für alle“ : Maas wettet auf die Einführung der Homo-Ehe

  • Aktualisiert am

Bundesjustizminister Heiko Maas bei einer Kundgebung zum Internationalen Tag gegen Homophobie Bild: dpa

Der Justizminister geht davon aus, dass gleichgeschlechtliche Partnerschaften in der kommenden Legislaturperiode mit der Ehe gleichgestellt werden. Dies werde auch die Union nicht verhindern können.

          Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) setzt darauf, dass die Homo-Ehe in der kommenden Legislaturperiode eingeführt wird. „Ich gehe jede Wette ein, dass im nächsten Koalitionsvertrag nach der Bundestagswahl die Ehe für alle enthalten sein wird“, sagte Maas der Onlineausgabe der „Passauer Neuen Presse“ vom Samstag. Dies werde „auch die Union nicht verhindern können“.

          „Die Zeit ist längst reif dafür“, fügte Maas hinzu. Wenn die Politik das nicht entscheide, werde „das Bundesverfassungsgericht dafür sorgen und uns die Entscheidung abnehmen“. Dies sei bereits bei vielen anderen Gleichstellungsfragen so gewesen. „Soweit sollten wir es nicht kommen lassen“, mahnte der SPD-Politiker.

          Die SPD hatte eigentlich noch in dieser Legislaturperiode gleichgeschlechtliche Partnerschaften der Ehe zwischen Mann und Frau in allen Punkten gleichstellen wollen, also auch bei der Adoption. Bei einem Koalitionsgipfel Ende März scheiterte sie damit aber am Widerstand der Union.

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