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Vier Tage nach der Wahl : Trump gratuliert Merkel zum Sieg

  • Aktualisiert am

Der amerikanische Präsident Donald Trump bei einem Telefonat Bild: Reuters

Der amerikanische Präsident hat die Kanzlern zum abermaligen Regierungsauftrag beglückwünscht – für diplomatische Gepflogenheiten ungewöhnlich spät. Gemeinsam vereinbarten sie, den Druck auf Nordkorea zu erhöhen.

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          Vier Tage nach der Bundestagswahl und damit ungewöhnlich spät hat der amerikanische Präsident Donald Trump Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu ihrem Wahlsieg gratuliert. Trump habe der Kanzlerin zum Ergebnis der Wahl und dem abermaligen Regierungsauftrag gratuliert, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert im Online-Dienst Twitter mit. Im Mittelpunkt des Gesprächs hätten die Krise um Nordkorea und die Zukunft des Nuklearabkommens mit dem Iran gestanden.

          Das Weiße Haus erklärte, Trump habe Merkel zum Wahlsieg gratuliert und ihr alle Gute für die Bildung ihrer vierten Regierung gewünscht. „Präsident Trump hat die engen Beziehungen unserer beider Länder und unsere gemeinsamen Anstrengungen für Frieden und Wohlstand unterstrichen sowie das Bekenntnis der Vereinigten Staaten zu unserem langjährigen, starken Bündnis mit der deutschen Regierung und dem deutschen Volk.“

          Druck auf Nordkorea soll intensiviert werden

          Gemessen an den Gepflogenheiten unter befreundeten Staaten hatte die Gratulation Trumps an Merkel ungewöhnlich lange auf sich warten lassen. Die Beziehungen zwischen Deutschland und den Vereinigten Staaten sind seit Trumps Amtsantritt schwieriger geworden. Trump hat Deutschland immer wieder hart attackiert, insbesondere wegen des Handelsüberschusses, der Flüchtlingspolitik und den seiner Ansicht nach zu niedrigen Verteidigungsausgaben. Merkel hatte sich nach Trumps Wahlsieg reserviert gezeigt.

          Freude und Sorge : Geteiltes Echo im Ausland auf Wahlausgang

          Mit Blick auf den Nordkorea-Konflikt sagte Merkel laut Seibert, es müssten „alle Mittel zur friedlichen Beilegung des Konflikts genutzt werden“. Merkel und Trump seien sich einig gewesen, „dass der diplomatische und wirtschaftliche Druck auf Nordkorea intensiviert werden müsse“.

          Auch der Iran und Trumps kritische Haltung zum Atomabkommen waren Themen: Merkel nannte das Abkommen „ein wichtiges Instrument“, um eine nukleare Bewaffnung des Landes zu verhindern. Laut Seibert war sich die Kanzlerin mit Trump einig, dass die „negative Rolle“ des Iran etwa in Syrien und im Libanon sowie die Nichtanerkennung des Existenzrechts des Staates Israel „inakzeptabel“ seien. Auch das iranische Raketenprogramm stimme nicht mit der Entscheidung des UN-Sicherheitsrates überein.

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