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Eine Tonne für alles : Grüne wollen Gelben Sack abschaffen

  • Aktualisiert am

Ein Anblick, den bald niemand mehr ertragen muss? Bild: dpa

Auf der Suche nach zündenden Wahlkampfthemen haben die Grünen nun die Mülltrennung entdeckt. Bei einem weiteren Umweltproblem sei „die Kacke am Dampfen“, so die Spitzenkandidatin.

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          Die Grünen wollen im Falle einer Regierungsbeteiligung nach der Bundestagswahl den Gelben Sack abschaffen und ein neues Müllsystem einführen. „Mülltrennen soll einfacher werden“, sagte die Spitzenkandidatin Katrin Göring-Eckardt der Zeitung „Bild am Sonntag“. Ihre Partei wolle ein bundesweit einheitliches Müll- und Recyclingsystem und dafür „die deutschlandweite Wertstofftonne einführen“. In die komme dann „alles rein, was recycelt werden kann: von der Bratpfanne bis zum Joghurtbecher“, sagte die Vorsitzende der Grünen Bundestagsfraktion. Allein dadurch könnten pro Jahr 450.000 Tonnen Müll zusätzlich recycelt werden.

          Eine bundesweite Einführung der Wertstofftonne hatte bereits Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) geplant. Zwischen Kommunen und privaten Abfallunternehmen gab es jedoch keinen Konsens, wer die gelben Säcke und Tonnen abholt. Laut dem geplanten Mehrwert- und Verpackungsgesetz sollen die Kommunen darüber entscheiden, ob sie Wertstofftonnen einführen.

          Göring-Eckardt übte zugleich Selbstkritik am bisherigen Wahlkampf ihrer Partei: „Wir haben die Bedeutung unserer Themen bislang nicht richtig vermitteln können. Wir gehen jetzt direkt zu den Leuten, auch an die Haustür. So drehen wir den Trend um.“ Beim Kampf gegen das Umfragetief will Göring-Eckardt konsequent auf Öko-Themen setzen: „Wenn ich mir die Klimaerhitzung anschaue, dann ist die Kacke wirklich am Dampfen.“

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