https://www.faz.net/-gpf-91l4z

CSU : Seehofer kann sich Guttenberg in Berlin vorstellen

  • Aktualisiert am

2011 trat er nach der Plagiatsaffäre als Verteidigungsminister zurück, jetzt wünscht sich mancher in der CSU seine Rückkehr: Karl-Theodor zu Guttenberg Bild: BARTH/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Horst Seehofer will seinen Innenminister Herrmann nach der Wahl ins Bundeskabinett schicken – und lobt Karl-Theodor zu Guttenberg über den grünen Klee. Will er auch ihn in Berlin sehen?

          Der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer erwägt, nach einem Unions-Sieg bei der Bundestagswahl sowohl seinen Innenminister Jochim Herrmann als auch den früheren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg in die nächste Regierung zu entsenden. „Die CSU will Joachim Herrmann als Innenminister nach Berlin schicken“, sagt Seehofer der Zeitschrift „Spiegel“.

          Das bedeute aber nicht, dass für Guttenberg dann kein Platz mehr sei: „Für die künftige Rolle von Karl-Theodor zu Guttenberg heißt das gar nichts.“ Seehofer lobt die politischen Fähigkeiten des in den Vereinigten Staaten lebenden früheren Ministers, der im Jahr 2011 wegen einer Plagiatsaffäre zurückgetreten war.

          „Guttenberg spielt in einer eigenen Liga“, so der CSU-Chef. Guttenberg macht derzeit für die CSU Wahlkampf in Bayern. Er hat sich bislang immer ausweichend auf Fragen geäußert, ob er eine Rückkehr in die deutsche Politik plane.

          Bei seinem ersten Auftritt Ende August in seiner fränkischen Heimat Kulmbach hatte Guttenberg gesagt: „Ich habe alle Konsequenzen gezogen und ertragen. Aber ich darf nach langer Zeit auch für mich selbst sagen: Irgendwann ist auch mal wieder gut.“ Dafür wurde er von seinen Anhängern bejubelt.

          Weitere Themen

          Wo ist seine Reisegruppe?

          Proust in Venedig : Wo ist seine Reisegruppe?

          Noch einmal zum Venedig-Besuch Marcel Prousts im Mai 1900. Von diesem Gast des Hôtel de l’Europe erfuhr Hugo von Hofmannsthal aus einem Brief von Hans Schlesinger. Die Begegnung mit Schlesinger ging in die „Recherche“ ein.

          Topmeldungen

          Die Talkrunde zum Thema Klimapolitik bei Frank Plasberg

          TV-Kritik: Hart aber fair : Die Realität der Zwickmühle

          Die Klimapolitik ist so verzwickt, dass es den üblichen Verdächtigen kaum noch gelingt, Einsicht in das Notwendige oder gar Verhaltensänderungen zu erreichen. Tatsächlich sehen einige das Format der Talkshow als Pranger für üble Phantasien.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.