https://www.faz.net/-gpf-aghy7

„Eher Richtung Ampel“ : In der CDU wachsen die Zweifel an Jamaika

Friedrich Merz (l.) und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet stellen am 3. September 2021 in Berlin ihr sogenanntes „Zukunftsteam“ vor. Bild: EPA

Die CSU will die Möglichkeit eines Bündnisses mit Grünen und FDP ausloten – und stichelt dann doch wieder. Friedrich Merz äußert derweil, ein Wahlsieg wäre „ein kleines Wunder“ gewesen.

          3 Min.

          Die Stimmung in der CDU wird immer angespannter. Wenige Tag bevor CDU und CSU mit der FDP das erste Sondierungsgespräch zur Bildung einer Jamaika-Koalition führen wollen, schwindet der Rückhalt für diese Option und den Kanzlerkandidaten Armin Laschet in den eigenen Reihen. Nachdem am Donnerstag der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende und Gesundheitsminister Jens Spahn Zweifel am Zustandekommen eines Bündnisses aus Union, Grünen und FDP und an der politischen Zukunft des CDU-Vorsitzenden Armin Laschet geäußert hatte, kamen am Freitag weitere prominente (und auch weniger prominente) Stimmen hinzu.

          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Mit besonderer Wucht äußerte sich der nach langer Pause wieder in den Bundestag gewählte CDU-Politiker Friedrich Merz, der Laschet zunächst im Kampf um den Parteivorsitz unterlegen war, ihn im Wahlkampf aber unterstützt hatte. Merz stellte in einem Gespräch mit den Zeitungen der Funke Mediengruppe infrage, ob die Union überhaupt in die Nähe von Koalitionsverhandlungen kommen werde oder es bei „Vorsondierungen“ mit FDP und Grünen bleibe. „Wenn ich es richtig beurteile, geht es derzeit eher Richtung Ampel“, sagte Merz. Zwischen SPD, Grünen und FDP scheine es schon sehr intensive Gespräche zu geben. „Als Zweitplatzierter müssen wir im Augenblick unsere Ansprüche zurückstellen.“

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Im Mai hielt Jan Veil zum ersten Mal eine Rede bei einer Kundgebung.

          Beweggründe für den Protest : Wie ein Linker zu den „Querdenkern“ kam

          Jan Veil sieht sich als Linker, er kämpft für Volksentscheide und hat lange die Grünen gewählt. Seit Mai nimmt er regelmäßig an „Querdenken“-Demonstrationen teil und hält dort immer wieder Reden. Was hat ihn dazu bewogen?