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Union nach der Wahlniederlage : Braucht es die CDU noch?

  • -Aktualisiert am

Vorbereitungen auf die Wahlparty im Konrad-Adenauer-Haus am 26. September 2021 Bild: Lucas Bäuml

Die CDU hat nicht verloren, weil ihre Werte nicht mehr gefragt wären, sondern weil sie das moderne bürgerliche Lebensgefühl verfehlt hat. Sie braucht Änderungen in Stil und Inhalt. Ein Gastbeitrag.

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          Der 26. September 2021 ist eine Zäsur. Nach der SPD hat auch die Union den sicheren Hafen der 30-plus-Partei verlassen. Wir sind nicht mehr wie selbstverständlich stärkste Kraft im Bundestag und damit Teil eigentlich jeder seriösen Regierungsbildung. Viele Wählerinnen und Wähler wussten nicht, was die Visionen und Ziele der Union für Deutschland sind.

          Das gilt ganz besonders in den urbanen Zentren, wo sich breite Bevölkerungsgruppen heute für mehr interessieren als Frieden und Freiheit, so zentral beide Elemente aus dem Wertereservoir der Union auch sind. Indizien sind etwa in Frankfurt der Verlust der beiden lange verteidigten Bundestagsmandate und der weitere Absturz bei den Zweitstimmen auf dramatische 18 Prozent. Es stellt sich die Frage: Braucht es die CDU noch und, wenn ja, wofür?

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