https://www.faz.net/-gpf-910do

Allensbach für die F.A.Z. : Fast jeder zweite Wähler ist noch unentschlossen

  • Aktualisiert am

Strampelt sich bisher vergeblich ab: Martin Schulz im Wahlkampf in einer Radwerkstatt der Caritas in Bonn Bild: dpa

Auf den ersten Blick sprechen die Umfragewerte eine klare Sprache. Doch die Bundestagswahl ist noch nicht entschieden – obwohl die Wähler das in einer exklusiven Studie für die F.A.Z. ganz anders sehen.

          1 Min.

          Einen Monat vor der Bundestagswahl weiß fast die Hälfte der Wähler noch nicht, für wen sie am 24. September stimmen wollen. Das geht aus einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach für die Frankfurter Allgemeine Zeitung hervor. So hoch wie derzeit, 46 Prozent, war der Anteil der Unentschiedenen in den vergangenen 20 Jahren so kurz vor der Wahl nie. Gleichzeitig ist auch der Anteil der Wähler, die den Ausgang der Wahl schon vor dem Wahltag für entschieden halten, mit 45 Prozent so hoch wie noch nie seit der Wiedervereinigung.

          Bild: Institut für Demoskopie für Allensbach / F.A.Z.-Grafik

          In der Sonntagsfrage liegt die Union gegenüber dem Juli unverändert bei 39,5 Prozent, währen die SPD nun bei 24 Prozent steht. Die FDP würde mit zehn Prozent drittstärkste Kraft vor der Linkspartei (acht Prozent) und den Grünen (7,5 Prozent). Die AfD, die in einer Umfrage Anfang des Jahres noch drittstärkste Kraft war, würde laut dieser Umfrage nun mit sieben Prozent als kleinste Partei in den Bundestag einziehen.

          Laut der Daten hat die SPD ein Problem mit ihrem Spitzenkandidaten: Martin Schulz kommt selbst bei Anhängern der Sozialdemokraten nur auf eine Zustimmung von 51 Prozent. Bundeskanzlerin Angela Merkel mobilisiert die Anhänger der Union deutlich besser. 80 Prozent sehen sie vorne.

          Lesen Sie alle Ergebnisse der Allensbach-Umfrage in der Mittwochsausgabe der F.A.Z., im E-Paper oder in F.A.Z. Plus.

          SPD-Kanzlerkandidat : Schulz will mehr aus Deutschland machen als die Kanzlerin

          Weitere Themen

          Rückenwind und Sturm von vorne

          Kommunalwahlen in NRW : Rückenwind und Sturm von vorne

          Nach dem guten Abschneiden der CDU bei den Kommunalwahlen in NRW sieht sich Armin Laschet gestärkt – auch für seinen Kampf um den Parteivorsitz. Die SPD hingegen durchlebt bittere Stunden.

          Topmeldungen

          Jens Spahn in Bochum: Eine studentische Assistentin misst die Temperatur des Gesundheitsministers.

          Fieberambulanzen : Spahns Corona-Strategie für die kalte Jahreszeit

          Die Infektionszahlen steigen, zur kälteren Jahreszeit könnte sich dieser Trend noch verschärfen. Gesundheitsminister Jens Spahn will mit zentralen Anlaufstellen für Menschen mit Grippesymptomen reagieren. Er sieht Deutschland gut gewappnet im Kampf gegen das Virus.
          Wolken über den Doppeltürmen der Deutschen Bank in Frankfurt

          „Fincen-Files“ : Bankaktien geraten unter Druck

          Die Enthüllungen namens „Fincen-Files“ über fragwürdige Geschäfte mit hochriskanten Kunden verunsichern die Anleger: Der Kurs der Deutschen-Bank-Aktien fällt um 6 Prozent und der von HSBC auf ein 25-Jahres-Tief.
          Wer hat hier was verstanden? Die Bayern-Prominenz verzichtet trotz guter Ratschläge auf die Maske im Stadion.

          Bundesliga und Corona : Die Macht des Bildes

          Die da oben, die da unten: Während die Bayern-Führung im Stadion auf Abstand und Maske verzichtet, verhalten sich die Fans am ersten Bundesliga-Spieltag geradezu vorbildlich.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.