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Kurz vor der Wahl : Die SPD fällt – oder steigt

  • Aktualisiert am

Auch bei der Direktwahl würde ihm viel Abstand zur Kanzlerin fehlen: Martin Schulz Bild: Reuters

Zehn Tage vor der Bundestagswahl sind die Umfragewerte für die Parteien unentschieden. In der einen Umfrage verliert die SPD, in der anderen gewinnt sie. Die möglichen Koalitionen sind jedoch gleich.

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          Zehn Tage vor der Bundestagswahl hat die SPD weiter an Zustimmung verloren. Im am Donnerstag veröffentlichten ARD-Deutschlandtrend von Infratest dimap büßten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein und kamen auf 20 Prozent – der schwächste Wert seit Januar. Die Union blieb bei 37 Prozent. Drittstärkste Fraktion würde demnach die AfD, wenn bereits am kommenden Sonntag und nicht erst am 24. September Bundestagswahl wäre: Sie gewann einen Punkt auf zwölf Prozent hinzu. Die FDP legte einen halben Punkt auf 9,5 Prozent zu, während die Linke einen Punkt auf neun Prozent verlor. Die Grünen büßten einen halben Punkt auf 7,5 Prozent ein.

          Anders sieht es jedoch in einer Umfrage des Politbaromters aus. Dort verliert die Union an Unterstützung, bleibt aber deutlich stärkste Kraft. CDU und CSU büßen demnach zwei Prozentpunkte ein auf 36 Prozent, nachdem sie Anfang August noch bei 40 Prozent lagen. Die SPD legt demnach einen Punkt zu auf 23 Prozent. Platz drei teilen sich FDP und AfD, die jeweils einen Punkt auf zehn Prozent zulegen. Linke und Grüne verharren bei neun beziehungsweise acht Prozent. Damit gäbe es laut der Umfrage neben einer großen Koalition weiterhin nur eine Mehrheit für eine Regierung aus CDU/CSU, Grüne und FDP.

          Für die Erhebung befragte die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen vom 12. bis 14. September 1383 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch.

          Der Infratest-Umfrage zufolge sind Unions- und SPD-Anhänger gespalten, wenn es um künftige Koalitionen geht. Bei einer Entscheidung zwischen einer Großen Koalition und einem Jamaika-Bündnis nach der Wahl würden sich demnach 45 Prozent der Unions-Anhänger für ein abermaliges Bündnis mit der SPD entscheiden, während 46 Prozent für Jamaika wären. Bei den SPD-Anhängern wäre eine knappe Mehrheit von 50 Prozent für eine große Koalition mit der Union, während 46 Prozent für den Gang in die Opposition wären.

          Bei einer Direktwahl der Bundeskanzlerin käme Amtsinhaberin Angela Merkel (CDU) der Umfrage zufolge auf 51 Prozent und damit drei Punkte weniger als in der Vorwoche. Ihr Herausforderer Martin Schulz (SPD) verlor einen Punkt auf 25 Prozent. Nur für 57 Prozent aller Wahlberechtigten steht der Erhebung zufolge ihre Wahlentscheidung bereits fest.

          Umfrage

          , Umfrage von:
          Quelle: wahlrecht.de Alle Ergebnisse aus Bund und Ländern

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