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Vor Fernsehdebatte mit Merkel : Oppermann: TV-Duell wird die Wende bringen

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Schafft er mit einem erfolgreichen Auftritt beim TV-Duell am Sonntag eine Wende? SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz, hier in der vergangenen Woche mit dem SPD-Fraktionschef Oppermann (l.) und dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Weil in Göttingen Bild: STRANGM/EPA-EFE/REX/Shutterstock

In den Umfragen liegt die SPD weit hinter der CDU – doch das werde sich nach dem TV-Duell am Sonntag ändern, hofft SPD-Fraktionschef Oppermann. Die Kanzlerin verteidigt das Duell unterdessen abermals gegen Kritik.

          Der SPD-Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann hofft auf einen Umfrageschub für seine Partei durch das TV-Duell. „Wir konzentrieren uns auf die Aufholjagd und da spielt das Duell am Sonntag eine große Rolle“, sagte Oppermann am Freitag im ZDF-„Morgenmagazin“. Er glaube, dass der Sonntag für viele der Tag der Entscheidung sei. Schließlich seien nach jetzigem Stand 40 Prozent der Menschen unentschlossen, für wen sie bei der Bundestagswahl am 24. September abstimmen wollen.

          „Wir werden die Wahl gemeinsam gewinnen, das ist doch klar.“ Bei dem TV-Schlagabtausch mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz die Chance, eine Mehrheit auf seine Seite zu ziehen. „Wir werden am Sonntag eine Veränderung in den Umfragen bekommen“, prognostizierte Oppermann. Schulz werde das Duell nicht verlieren. Nach Zahlen des ZDF-„Politbarometers“ vom Freitag gehen allerdings nur 10 Prozent der Befragten davon aus, dass Schulz sich besser schlagen wird. 33 Prozent erwarten, dass Merkel vorn liegen wird.

          Merkel verteidigt Format des Duells

          Bundeskanzlerin Merkel verteidigte unterdessen das Format des TV-Duells mit Schulz. „Es gibt eine seit 2009 und 2013 bewährte Form der Sendung, die auch dieses Mal wieder angewendet wird“, sagt Merkel im Gespräch mit der Zeitschrift „Spiegel“. Ursprünglich hatten die Fernsehsender gefordert, den Moderatoren bei der Debatte mehr Freiheiten zu gewähren und Publikum im Studio zuzulassen. Beides lehnte Merkel ab. Der ehemalige ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender hatte der Kanzlerin daraufhin sittenwidrigen Druck vorgeworfen. Merkel wies dies zurück. Sie achte die Pressefreiheit, „zugleich aber hat auch ein Politiker immer die Freiheit zu entscheiden, ob er oder sie eine Einladung in eine Sendung annimmt oder nicht“.

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