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Bundestagswahl : Schwarz-Gelb in weiterer Umfrage vorn

  • Aktualisiert am

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP): Auch künftig gemeinsam am Kabinettstisch? Bild: dpa

In der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-Deutschlandtrends erreicht Schwarz-Gelb zum ersten Mal seit November 2009 wieder eine absolute Mehrheit. Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung ist so hoch wie noch nie. Die SPD reagiert mit Trotz.

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          „Das war die letzte gute Umfrage für die Regierung“: So kommentiert SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann die Zahlen des aktuellen ARD-Deutschlandtrends. Denn auch in dieser Umfrage von Infratest/dimap im Auftrag der ARD kann die schwarz-gelbe Regierungskoalition wieder auf eine eigene Mehrheit nach der Bundestagswahl hoffen.

          Ein ähnliches Ergebnis hatte auch schon die repräsentative Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung Mitte Juli ergeben.

          FDP knapp an der Fünf-Prozent-Hürde

          Nun erreicht Schwarz-Gelb auch in der Sonntagsfrage des aktuellen ARD-Deutschlandtrends zum ersten Mal seit November 2009 wieder eine eigene Mehrheit. Die Union kommt gegenüber der Vorwoche unverändert auf 42 Prozent. Die FDP gewinnt einen Punkt hinzu und erreicht fünf Prozent. Die SPD gewinnt ebenfalls einen Punkt hinzu, sie kommt auf 26 Prozent. Die Grünen verlieren einen Punkt und kommen auf 13 Prozent. Die Linkspartei kommt unverändert auf sieben Prozent. Union und FDP kommen damit zusammen auf 47 Prozent, SPD, Grüne und Linkspartei kommen gemeinsam auf 46 Prozent.

          Die Zufriedenheit mit der Bundesregierung ist so hoch wie noch nie im seit 1997 erhobenen ARD-Deutschlandtrend. 52 Prozent der Deutschen sind zufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung. Mehrheitlich positiv war eine Bundesregierung zuletzt im August 2000 bewertet worden (51 Prozent). Damals hatte Rot-Grün den Atomausstieg verabschiedet.

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) führt weiter die Liste der beliebtesten Parteipolitiker an. Mit ihrer Arbeit sind unverändert 67 Prozent der Deutschen zufrieden. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück gewinnt im Vergleich zum Vormonat drei Prozentpunkte hinzu, liegt aber mit einer Zustimmung von 35 Prozent weiter deutlich hinter Merkel. Auch bei der Direktwahlfrage bleibt der Abstand zwischen Merkel und Steinbrück groß: Wenn die Deutschen die Bundeskanzlerin oder den Bundeskanzler direkt wählen könnten, würden sich 60 Prozent für Merkel entscheiden, 28 Prozent hingegen Steinbrück wählen.

          Eine knappe Mehrheit der Deutschen - 51 Prozent - ist der Meinung, dass Thomas de Maizière wegen der Euro-Hawk-Affäre nicht vom Amt des Verteidigungsministers zurücktreten sollte. Dies sind allerdings zehn Punkte weniger als im Juni. 42 Prozent sind für einen Rücktritt des CDU-Politikers.

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