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Was zu tun ist : Migration besser steuern

  • -Aktualisiert am

Asylbewerber im bayerischen Manching im Mai 2018 Bild: AFP

Deutschland ist ein Einwanderungsland – aber es sollte sich nicht übernehmen. Die neue Bundesregierung muss vor allem in der EU für eine Asylreform eintreten.

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          Über kein politisches Thema lässt sich in Deutschland so schwer sachlich reden wie über die Migration. Die öffentliche Debatte wird beeinflusst von zwei extremen Positionen: dem Moralismus der Linken, der (verstärkt durch viele Medien) die Meinungsführerschaft erlangt hat, und der Fremdenfeindlichkeit der AfD. Weder das eine noch das andere ermöglicht einen gesellschaftlichen Konsens oder weist einen praktikablen Weg in die Zukunft. Die neue Bundesregierung wird auf diesem Feld nicht weniger gefordert sein als beim Klimaschutz, der derzeit so viel Aufmerksamkeit erhält.

          Zu einer ehrlichen Betrachtung gehört die Anerkennung der Realität. Im Jahr 2019 hatten 26 Prozent der Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Ein Land, in dem jeder Vierte Wurzeln im Ausland hat, ist ein Einwanderungsland. Und Deutschland ist es nicht erst seit jüngster Zeit: Die Einwohner mit Migrationshintergrund leben hier im Schnitt seit knapp zwanzig Jahren.

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