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SPD-Fraktionsspitze : Nahles mit großer Mehrheit gewählt

  • Aktualisiert am

Bild: TRUEBA/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Die Parteilinke Andrea Nahles soll den Sozialdemokraten nach der Wahlniederlage wieder ein schärferes soziales Profil geben. Der bisherige Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann hat auf eine Kandidatur verzichtet.

          Mit Andrea Nahles an der Spitze will sich die SPD im Bundestag von ihrer historischen Wahlniederlage erholen. Die 47 Jahre alte bisherige Arbeitsministerin erhielt am Mittwoch in der Fraktion 137 von 152 abgegebenen Stimmen. 14 Abgeordnete stimmten gegen Nahles, es gab eine Enthaltung, wie die Nachrichtenagentur dpa aus Teilnehmerkreisen erfuhr. Das entspricht einer Zustimmung von 90,7 Prozent.

          Nahles sprach im Anschluss an die Sitzung von einer „Ehre“, als Fraktionsvorsitzende gewählt zu sein. Sie kündigte eine leidenschaftliche Oppositionsarbeit an. Nahles will mit ihrer Fraktion nun die Wahlniederlage der SPD aufarbeiten und sich anschließend auf die Oppositionsarbeit konzentrieren.  Außerdem will Nahles die SPD zur „Europapartei“ machen. Nahles sprach ebenfalls von einer „Aufbruchstimmung“ in der Fraktion. Die Parteilinke soll als Oppositionsführerin wieder für ein schärferes soziales Profil der SPD sorgen.

          SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte die bisherige Arbeitsministerin bereits am Montag als Nachfolgerin des bisherigen SPD-Fraktionsvorsitzenden Thomas Oppermann vorgeschlagen. Dieser hatte auf eine Kandidatur verzichtet.

          Neuer Parlamentarischer Geschäftsführer der SPD-Fraktion ist der Thüringer Carsten Schneider, der ebenfalls Sprecher des „Seeheimer Kreises“, einer eher konservativen Vereinigung in der SPD, ist.

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