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Hypothek für die CDU : Was für Laschet spricht

Bild: Frank Röth

In den Meinungsumfragen steht die Union nicht gut da. Ihr Kanzlerkandidat ist da keine Hilfe. Aber es gibt keinen anderen.

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          Für die Unionsparteien läuft der Bundestagwahlkampf nicht gut. Die Persönlichkeits- und Kompetenzwerte ihres Spitzenkandidaten Armin Laschet sind auch sechs Wochen vor dem Wahltag derart bescheiden, dass seine Person zu einer ernsthaften Hypothek für den avisierten Sieg am 26. September geworden ist. Doch sage niemand, man habe dieses Risiko nicht kennen oder zumindest ahnen können.

          Laschet wurde 2017 in Düsseldorf nicht Ministerpräsident, weil er als sympathischer, charakterstarker und visionärer Politiker im Stil eines Macron die Bürger in Scharen für sich eingenommen hätte. Die Bilanz des rot-grünen Kabinetts Kraft/Löhrmann war derart schlecht, dass SPD und Grüne abgewählt wurden und Laschet die Chance in den Schoß fiel, zusammen mit der FDP eine Regierung zu bilden.

          In diesem Herbst gibt es keine Regierung, die abgewählt werden könnte; aber auch keinen anderen Kanzlerkandidaten der Union als Laschet, mag sich Söder noch so sehr ärgern und anderen Unionspolitikern die Verunsicherung ins Gesicht geschrieben stehen. Was für den Kandidaten spricht (im eigentlichen wie im übertragenen Sinn), ist neben seiner Regierungserfahrung seine Partei.

          Letzteres kann man über den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz beim besten Willen nicht sagen. Annalena Baerbock wiederum hat noch nie ein Regierungsamt innegehabt. Nur Laschet nicht zu mögen ist kein Argument.

          Daniel Deckers
          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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