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Nach Flutkatastrophe : Laschet verliert in Umfrage deutlich

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Unions-Kanzlerkandidat Laschet im Juni in Düsseldorf Bild: dpa

Rund ein Drittel der Menschen hält Armin Laschet für geeignet, Kanzler zu werden. Annalena Baerbock kann davon nicht profitieren. Vorne liegt Olaf Scholz.

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          Die CDU/CSU hat im aktuellen ZDF-„Politbarometer“ zwei Prozentpunkte verloren und erreicht nun 28 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und liegen in der am Freitag veröffentlichten Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen bei 21 Prozent. Auf dem dritten Platz folgt die SPD mit 16 Prozent (ebenfalls plus eins).

          Für die AfD werden in der Umfrage elf Prozent vorhergesagt (plus eins). Es folgen die FDP mit unverändert zehn Prozent und die Linke mit weiterhin sieben Prozent. Rechnerische Mehrheiten gäbe es damit als einziges Zweierbündnis für eine schwarz-grüne Koalition, aber auch für ein Bündnis von CDU/CSU, SPD und FDP sowie sehr knapp für eine Ampel von Grünen, SPD und FDP.

          Das Ergebnis scheint auch eine Folge der Hochwasserkatastrophe zu sein. Wurde vor zwei Wochen noch die Corona-Pandemie als wichtigstes Thema genannt, liegen das Virus und der Themenbereich Klima und Umwelt nun fast gleichauf. Vor zwei Wochen war Corona für 50 Prozent der Menschen am wichtigsten, das Klima noch 34 Prozent. Nun sind es 45 beziehungsweise 44 Prozent.

          Bei der Frage nach der Eignung für das Kanzleramt stürzt Unions-Kandidat Armin Laschet ab. Ihn halten nur noch 35 Prozent als Bundeskanzler für geeignet, zwölf Prozentpunkte weniger als zuvor. Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock legt zwar um einen Punkt zu, erreicht aber nur einen Wert von 25 Prozent. Mehrheitlich halten die Bürgerinnen und Bürger dagegen laut „Politbarometer“ SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz für geeignet, der mit 54 Prozent klar vorn liegt.

          Etwas anders ist die Verteilung auf die Frage, wer tatsächlich als Bundeskanzler oder -kanzlerin gewünscht wird. Hier führt Scholz mit 34 Prozent (plus sechs Punkte) vor Laschet mit 29 Prozent (minus acht) und Baerbock mit 20 Prozent (plus zwei).

          Die Umfrage zum Politbarometer wurde wie immer von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen durchgeführt. Die Interviews wurden in der Zeit vom 27. bis zum 29. Juli 2021 bei 1.268 zufällig ausgewählten Wahlberechtigten telefonisch erhoben. Dabei wurden sowohl Festnetz- als auch Mobilfunknummern berücksichtigt. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. Der Fehlerbereich beträgt bei einem Anteilswert von 40 Prozent rund +/- drei Prozentpunkte und bei einem Anteilswert von 10 Prozent rund +/-zwei Prozentpunkte.

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