https://www.faz.net/-gpf-927ju

AfD im Bundestag : Gauland und Weidel teilen sich Fraktionsvorsitz

  • Aktualisiert am

Schon wieder ein Wahlerfolg: Alexander Gauland und Alice Weidel wurden von den AfD-Abgeordneten zu den Fraktionsvorsitzenden gewählt. Bild: dpa

Nach den Querelen seit der Bundestagswahl haben sich die Abgeordneten der AfD für ein Duo als Fraktionsspitze entschieden: Alexander Gauland und Alice Weidel sollen gemeinsam die Fraktion führen.

          1 Min.

          Alexander Gauland und Alice Weidel werden die Bundestagsfraktion der AfD leiten. Das gaben beide am Dienstag nach der konstituierenden Sitzung der Fraktion bekannt. Das Spitzenduo erhielt 80 von 93 Stimmen.

          Gauland ist ein bekennender Anhänger des Rechtsauslegers und Anhängers des Thüringer Landeschefs Björn Höcke. Höcke steht steht für eine zunehmende Radikalisierung der AfD. Er wird wegen fremdenfeindlicher Äußerungen, unscharfer Abgrenzung zur NPD und abwertender Äußerungen zum Berliner Holocaust-Mahnmal bundesweit kritisiert. Weidel zählte ursprünglich zu den Gegnern Höckes, hat sich zuletzt aber mit Kritik an ihm zurückgehalten.

          Überschattet wurde die Wahl der Fraktionsvorsitzenden von der Ankündigung der Parteivorsitzenden Frauke Petry, die AfD zu verlassen. Ihr Ehemann Marcus Pretzell, der bislang AfD-Fraktionsvorsitzender im nordrhein-westfälischen Landtag war, will der Partei ebenfalls den Rücken kehren.

          Gauland sagte, er begrüße den Rücktritt von AfD-Co-Chefin Frauke Petry von der Parteispitze. "Ich bin dankbar, dass sie diesen Weg jetzt gegangen ist." Er halte nicht viel von Parteiausschlussverfahren: "Es ist gut, dass sie das Problem jetzt auf diese Weise gelöst hat."

          Gauland und Weidel hatten die AfD als Spitzenteam in den Bundestagswahlkampf geführt. Alle Abgeordneten außer der Noch-Parteichefin Frauke Petry nahmen an der Sitzung im Bundestag teil. Die AfD hatte bei der Wahl am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erhalten.

          Weitere Themen

          Bidens Asyl-Debakel

          Abschieben im Schnellverfahren : Bidens Asyl-Debakel

          In Texas warten fast 10.000 haitianische Asylsuchende unter einer Brücke auf ihre Abschiebung. Die Situation an der Grenze ist schnell zu einer Krise für Biden geworden – selbst Demokraten vergleichen ihn mit Trump.

          Topmeldungen

          Konfrontation an der Grenze: Sicherheitskräfte und Migranten am 19. September im Rio Grande

          Abschieben im Schnellverfahren : Bidens Asyl-Debakel

          In Texas warten fast 10.000 haitianische Asylsuchende unter einer Brücke auf ihre Abschiebung. Die Situation an der Grenze ist schnell zu einer Krise für Biden geworden – selbst Demokraten vergleichen ihn mit Trump.
          Traut sich den Freestyle nicht zu: Baerbock macht Wahlkampf in Leipzig.

          Wahlkampf der Grünen : Baerbocks Rückfall

          Annalena Baerbock wollte die Grünen in die Mitte der Gesellschaft führen und so das Kanzleramt erobern. Der Plan ging nicht auf, die Kandidatin fiel auf halber Strecke in alte Muster. Wie konnte das passieren?
          Passt das? In Esbjerg gab es Vorwürfe, in München soll es besser laufen.

          Trainer nach Eklat in München : Ein Mann mit speziellem Ruf

          Bei seinem vorherigen Verein warfen die Spieler Peter Hyballa sexistische und erniedrigende Kommentare vor. Zum streitbaren Führungspersonal von Türkgücü München könnte er besser passen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.