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Bundestagswahl : Meinungsforscher weiter uneins

  • Aktualisiert am

Laut Forsa-Institut liegen Union und SPD gleichauf Bild: dpa

Zweieinhalb Wochen vor der Wahl kommen die Meinungsforscher zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Nur in einem Umfragewert sind sie sich einig: Die Union liegt bei rund 39 Prozent.

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          Zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl zeigen die jüngsten Umfragen ein widersprüchliches Bild von der Wählergunst. Während die SPD laut einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung des Forsa-Instituts mit der Union gleichgezogen hat, liegen CDU und CSU bei einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach fast fünf Prozentpunkte vor den Sozialdemokraten.

          Der Forsa-Umfrage zufolge legten die Sozialdemokraten im Vergleich zur Vorwoche um einen Prozentpunkt zu und kämen auf 39 Prozent, wie das Magazin „Stern“ am Mittwoch vorab berichtete. Die Union gab dagegen einen Punkt ab und erreichte gleichfalls 39 Prozent. Unverändert blieben die Werte für die FDP mit 8 Prozent und die Grünen mit 7 Prozent. Die PDS büßte bei der Umfrage unter 3002 Bundesbürgern einen Punkt ein und kam auf 4 Prozent.

          Einen Grund für den Anstieg der Sozialdemokraten sieht Forsa in der Rückwanderung früherer SPD-Wähler aus dem Lager der Unentschlossenen. Bei der Frage nach der Kanzlerpräferenz konnte Amtsinhaber Gerhard Schröder (SPD) laut Forsa einen Punkt zulegen. Mit 44 Prozent rangiert er 16 Punkte vor Unions-Kanzlerkandidat Edmund Stoiber (CSU). Das Institut war wegen seiner angeblich zu SPD-freundlichen Ausrichtung von CDU und CSU kritisiert worden.

          Union büßt einen Prozentpunkt ein

          Nach der Allensbach-Erhebung kam die Union bei der Sonntagsfrage auf 39,1 Prozent und büßte damit einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche ein, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete. Die SPD habe 1,3 Prozentpunkte hinzugewonnen und würde jetzt 34,2 Prozent erreichen. Die FDP liege unverändert bei 11,6 Prozent, während die Grünen mit einer Zunahme um einen halben Punkt auf nunmehr 7 Prozent kämen. Die PDS würde dieser Umfrage zufolge bei 4,9 Prozent liegen.

          Die Umfrage war am Montag abgeschlossen worden. Wie Institutsleiterin Renate Köcher in der FAZ berichtete, geht es für 58 Prozent der Bevölkerung bei der Wahl vor allem um die Entscheidung über das wirtschaftliche Fortkommen des Landes. 55 Prozent sehen die Frage im Mittelpunkt, „ob Deutschland eine Regierung bekommt, die effizient regiert und Reformen anpackt“. 44 Prozent sehen die Wahl auch als Entscheidung über die künftige Entwicklung des Sozialstaats. Für nur 37 Prozent ist die Wahl in erster Linie eine Entscheidung zwischen den beiden Kandidaten.

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