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Amt des Bundespräsidenten : Von Gnaden der Parteien

Der eine erfüllte sein Amt pflichtbewusst und unprätentiös, der andere mit demonstrativer Lebensfreude und vorgeführter Heiterkeit. Eines aber hatten alle Bundespräsidenten gemein: Ihre Wahl unterlag einem politischen Kalkül.

Wulff als Bundespräsident vereidigt : „Den Finanzmärkten endlich gute Regeln geben“

Bundespräsident Christian Wulff hat vor Bundesrat und Bundestag seinen Amtseid abgelegt. In seiner ersten Rede als Staatsoberhaupt forderte Wulff einen größeren Einsatz für die Integration von Einwanderern und sprach sich dafür aus, „die Verursacher der Bankenkrise in Haftung zu nehmen“. Inzwischen wurde das Ehepaar Wulff im Schloss Bellevue mit militärischen Ehren empfangen.

May und der Brexit-Prozess : Vor einem unruhigen Herbst

Zurzeit spricht viel dafür, dass die Konservative Partei nach Mays Rückzug einen in der Wolle gefärbten EU-Kritiker an die Spitze wählt. Dass nach der Europawahl die Ämter in Brüssel neu zu besetzen sind, macht die Verhandlugen nicht einfacher.

Putschgerüchte in der SPD : Keine Alternative

Was sollte ein Führungswechsel in der SPD bringen? Die bittere Wahrheit ist: Die Partei hat Nahles, vielleicht noch Scholz, vielleicht noch Heil. Dahinter ist nichts mehr.

Nach Mays Ankündigung : Brexit-Opfer

Das Brexit-Thema wurde May wie zuvor schon Cameron zum politischen Verhängnis – und es ist eine Last, die auch die kommende Regierung nicht einfach abschütteln kann. Die EU allerdings auch nicht.

FAZ Plus Artikel: Rezos Video : Die neuen Herren der Ringe

Bewährten Institutionen der Demokratie, Parteien und Verbänden muss endlich der Sprung ins Netz gelingen. Sonst überlassen sie das Feld den Rezos und Assanges, die ihre Macht gar nicht fassen können.

Nächster Kommissionspräsident : Rechenexempel

Eine links-liberale Allianz könnte Frans Timmermans vielleicht das Amt des Kommissionspräsidenten sichern. Dafür müsste er aber eine sehr große und bunte Koalition finden.

EU-Wahl in den Niederlanden : Mehr Pulverisierung als Polarisierung

Die Niederländer haben den rechtsnationalen Provokateur Thierry Baudet zurechtgestutzt. Vor lauter Polarisierung zwischen Befürwortern und Gegnern der EU ging ein anderes Phänomen unter: Die Fragmentierung der politischen Landschaft.

70 Jahre Grundgesetz : Eine zeitlose Verfassung

Das Grundgesetz ist zur Bibel der Deutschen geworden. Wer verstehen will, wer wir sind und woran wir glauben, sollte sie lesen. Wer zu uns gehören möchte, muss ihre Gebote befolgen.

Österreich in der Krise : Sittenverstoß

Irgendwann kommt es Wählern rational vor, besonders ruchlose Grenzverletzer der eigenen Gesinnung zu unterstützen.

Mays Brexit-Angebot : Die letzte Chance vertan

Theresa May bezeichnet ihr neues Angebot an das Parlament als „letzte Chance“, einen geordneten Brexit zu erreichen. Doch damit liegt sie falsch, denn diese wurde schon vor vielen Wochen vergeben.

Christian Wulff : Ein Präsident erster Wahl

Gerade durch seine Machtlosigkeit wird auch Christian Wulff den Bürgern bald nahe sein. Der wachsende Verdruss über die direkt gewählten Politiker lässt die Macht des Wortes gedeihen, die dem Bundespräsidenten an der Spitze des Staates zu Gebote steht.

Nach der Bundespräsidentenwahl : Eine Demo gegen Merkel

Deutschland hat nach einer außergewöhnlichen Woche einen neuen Präsidenten, einen neuen Oppositionsführer - und eine Bundeskanzlerin, die trotz einer komfortablen Mehrheit alt aussieht. Demokratische Führung setzt Vertrauen voraus, das derzeit nur wenige in die Kanzlerin haben.
Tu felix Germania: Oder war auch damals bei Schröder schon eine Russin im Spiel?

Fraktur : Blaues Wunder

Bist du deppert: Machtbesoffenheit gibt es nicht nur in Österreich!

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  • Bettina Wulff : Mit Glamour und Gemütlichkeit

    Sie ist nicht nur die neue First Lady, sondern auch die wichtigste Beraterin ihres Mannes, dem neuen Bundespräsidenten. Bettina Wulff strahlt Frohsinn und Unbekümmertheit aus. Ihr Ehrgeiz wird nun gedämpft durch das Bemühen, der neuen Aufgabe gerecht zu werden.
  • 72 Prozent denken, dass Wulff ein guter Bundespräsident wird

    Umfrage : Sympathien für Wulff - Blamage für Merkel

    Wenn der neue Bundespräsident heute vereidigt wird, startet er mit positiven Umfragewerten ins Amt. Die Umstände seiner Wahl indes werden als Blamage für die Kanzlerin gewertet. 62 Prozent der Befragten des ARD-Deutschlandtrends glauben, dass das Regierungsbündnis nicht mehr lange hält.
  • Berliner Bär mit hessischem Herzen: Roland Koch beim Sommerfest

    Kochs Kampf für Wulff : Andenpakt, letzter Akt

    Vor dem dritten Wahlgang der Kür des Bundespräsidenten hielt Roland Koch eine emotionale Rede für seinen Andenpaktbruder Christian Wulff - der Kontrast zu dem als lustlos beschriebenen Appell der Kanzlerin soll auffallend gewesen sein.
  • Wie Gustav Heinemann und Roman Herzog benötigte Christian Wulff drei Wahlgänge, um Bundespräsident zu werden

    Nach der Wahl : Ein unbeschädigter Bundespräsident

    Die Bundespräsidentenwahl hat abermals gezeigt, dass die schwarz-gelbe Koalition kein Traumpaar, sondern ein Zweckbündnis ist. Diesen Zweck, nämlich zu regieren, muss sie den Wählern baldmöglichst und glaubhaft vermitteln.
  • Weder Merkel noch Kanzleramtschef Pofalla schafften es, Konflikte im Entstehen zu befrieden, heißt es

    Nach der Wahl : Eine Schuldige ist schon gefunden

    Am Tag danach analysiert die schwarz-gelbe Koalition den Verlauf der Bundespräsidentenwahl. Ausnahmsweise sind sich CSU und FDP einig: Die Probleme hätten bei der CDU gelegen. Ein Name fällt besonders häufig: Angela Merkel.
  • Der Übersteiger - die FAZ.NET-Kolumne zur WM

    Wahl-Übersteiger : Alle auswechseln

    Fußball muss als Metapher für alle Lebenslagen herhalten. Bei der Wahl des Bundespräsidenten gab es „Nachspielzeit“, „Verlängerung“ und „Elfmeterschießen“. Hat die Politik ihre eigene Sprache verloren?
  • Bundespräsident Wulff : Eine schwere Wahl

    Das Land hat mit Christian Wulff wieder einen Präsidenten. Joachim Gauck kann jetzt für immer der Kandidat der Herzen bleiben. Aber hat die Koalition noch Lebenswillen?
  • Ministerpräsidentenwechsel : Auf die sanfte Tour

    Wie sieht Christian Wulffs politische Bilanz aus, welche Aufgaben hinterlässt er seinem Nachfolger David McAllister in Niedersachsen? McAllister, den Wulff rechtzeitig aufbaute, dürfte einen kraftvolleren politischen Stil bringen.
  • Bundespräsident : Wulffs Wahl hinterlässt Wunden

    Nach der mühevollen Wahl von Christian Wulff zum Bundespräsidenten arbeitet die Koalition das Geschehen auf. Auch Merkels Führungsstil gerät in die Kritik. Die Linke wiederum unterstellt SPD-Chef Gabriel, „sich verzockt zu haben“.
  • Gewonnen: Christian Wulff umarmt seine Frau Bettina

    Reaktionen auf Wulffs Wahl : „Ein guter Tag für die Demokratie“

    Gewinner auf beiden Seiten: Regierungskoalition und Opposition verbuchen den Ausgang der Bundespräsidentenwahl jeweils als Erfolg für sich. Trotzdem übt die SPD scharfe Kritik an der Linkspartei - und Joachim Gauck bietet sich dem neuen Bundespräsidenten als Gesprächspartner an.
  • An diesem Tag galt es viel zu taktieren: Lafontaine, Gysi und ihre Kandidatin Lukrezia Jochimsen

    Bundespräsidentenwahl : Das rot-rot-grüne Experiment

    Kurz nach dem zweiten Wahlgang trafen die Partei- und Fraktionsführungen von SPD, Grünen und Linkspartei zusammen. Es ging darum, wie und ob die Linken nun doch noch für Gauck zu gewinnen sei. Das Problem: SPD und Grüne hatten ihnen anscheinend nichts anzubieten.
  • Bundespräsidentenwahl : Absurde Debatte

    Auf diese Bundespräsidentenwahl ist ein Schatten gefallen. Es wurde insinuiert, das freie Mandat der in die Bundesversammlung entsandten Repräsentanten würde durch Empfehlungen der Parteiführungen oder gar „Fraktionszwang“ unterlaufen. Das ist eine Anmaßung und glatter Unfug.
  • Schnell, aber falsch: Twitter-Meldungen über die Bundespräsidentenwahl

    Bundespräsidentenwahl : Falsch gezwitschert

    Also doch wieder Twitter: Noch bevor das Resultat des ersten Wahlgangs in der Bundesversammlung verkündet wurde, tauchten die ersten „Ergebnisse“ im Kurzmitteilungs-Netzwerk auf. Indiskrete oder Trittbrettfahrer? Letzteres. Die Informationen waren alle falsch.
  • Bundespräsidentenwahl : „Köhlers Rücktritt war keine Staatskrise“

    Bundestagspräsident Norbert Lammert hat die Bundesversammlung zur Wahl des Staatsoberhaupts eröffnet. Zu Beginn sprach er noch einmal die Umstände des Rücktritts von Horst Köhler an. Bundeskanzlerin Merkel hatte zuvor ihre Wahlleute auf den Kandidaten von Union und FDP, Christian Wulff, eingeschworen.
  • Bundespräsidentenwahl : Norbert Lammerts Eröffnungsrede im Wortlaut

    Parlamentspräsident Norbert Lammert hat am Mittag die Bundesversammlung eröffnet. In seiner Rede ging er auf die Umstände des Rücktritts von Horst Köhler ein und sagte, dessen Entscheidung müsse akzeptiert werden, auch wenn „viele ihre Gründe noch immer nicht verstehen“.