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Bundesanwaltschaft ermittelt : Iran plant angeblich Anschläge in Deutschland

  • Aktualisiert am

Generalbundesanwalt Harald Range Bild: dapd

Die deutschen Sicherheitsbehörden verdächtigen Iran, Attentate auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland zu planen. Die Bundesanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachtes der Agententätigkeit gegen einen Deutschen.

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          Die deutschen Sicherheitsbehörden verdächtigen Iran, im Falle eines Angriffs der Vereinigten Staaten Anschläge auf amerikanische Militärflugplätze in Deutschland zu planen. Generalbundesanwalt Harald Range bestätigte am Donnerstag in Karlsruhe ein entsprechendes Ermittlungsverfahren. Eine unmittelbare Gefahr bestehe allerdings nicht, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke.

          Die Bundesanwaltschaft ermittle in diesem Zusammenhang wegen des Verdachtes der Agententätigkeit zu Sabotagezwecken gegen einen deutschen Geschäftsmann, der konspirativen Kontakt mit der iranischen Botschaft in Berlin gepflegt haben solle. Am 2. November sei dazu eine Hausdurchsuchung angeordnet worden.

          „Dazu kann ich bestätigen, dass wir ein Verfahren führen, und dass wir dort auch operative Maßnahmen beantragt haben und beabsichtigen auch durchzuführen“, sagte Range. Details nannte er nicht.

          Die Vereinigten Staaten betreiben in Ramstein in der Pfalz einen ihrer größten Militärstützpunkte weltweit, über den wesentliche Teile des Nachschubs und der Logistik für die Kriege in Afghanistan und im Irak abgewickelt werden. In einem großen Lazarett im nahegelegenen Landstuhl werden verwundete Soldaten aus den Einsatzgebieten versorgt. Beide Einrichtungen sind schwer gesichert. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe wollte sich zu möglichen Anschlagszielen zunächst nicht äußern. Auch vom Bundeskriminalamt war keine Stellungnahme zu erhalten, eine Sprecherin der Behörde verwies auf die Bundesanwaltschaft.

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