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Abgeschossenes Flugzeug MH17 : Ermittler: Buk-Rakete kam von russischer Armee

  • Aktualisiert am

Wrackteil des Fluges MH17 in der Ostukraine Bild: AFP

Internationale Ermittler haben eine Einheit der russischen Armee identifiziert, von der die Rakete stammen soll, die zum Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine genutzt wurde. Im Februar 2014 waren dabei 298 Menschen getötet worden.

          Die Rakete, mit der Passagierflug MH17 vor knapp vier Jahren über der Ostukraine abgeschossen worden war, stammte nach Angaben der Ermittler von der russischen Armee. Das Flugabwehrsystem vom Typ Buk gehörte zu Beständen der 53. Brigade der in Kursk stationierten russischen Armee, teilten die internationalen Ermittler am Donnerstag im niederländischen Bunnik bei Utrecht mit. Zahlreiche Fotos, Videos und Zeugenaussagen würden das belegen.

          Die Passagiermaschine der Malaysia Airlines war am 17. Juli 2014 über der Ostukraine abgeschossen worden. Alle 298 Menschen an Bord waren getötet worden, die meisten kamen aus den Niederlanden. Die Ermittler hatten bereits 2016 festgestellt, dass die Buk-Rakete aus Russland in das von pro-russischen Rebellen kontrollierte Gebiet transportiert und später wieder nach Russland zurückgebracht worden war.

          Russland weist bislang alle Vorwürfe zurück und macht die Ukraine verantwortlich. Auch die ukrainische Armee hatte Raketen russischer Bauart in ihren Beständen. An dem internationalen Ermittlerteam unter niederländischer Leitung beteiligen sich Malaysia, Australien, Belgien und die Ukraine.

          Von den Niederlanden geleitete strafrechtliche Ermittlungen waren bereits im September 2016 zu dem Ergebnis gekommen, dass die malaysische Maschine über dem Gebiet der prorussischen Separatisten unter Beschuss geraten sei. Kurz zuvor sei eine Buk-Rakete aus Russland geliefert und der Raketenwerfer nach dem Abschuss wieder „zurück nach Russland“ gebracht worden. Moskau wies die Ermittlungsergebnisse damals als „politisch motiviert“ zurück.

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