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Offener Brief : Freilassung inhaftierter Kanadier von Xi gefordert

  • Aktualisiert am

Xi Jinping trifft am Montag im Pekinger Staatsgästehaus Diaoyuta auf Kambodschas Premierminister Hun Sen (nicht im Bild). Bild: EPA

Über 140 ehemalige Botschafter, Gesandte und Wissenschaftler wenden sich an Chinas Staatspräsidenten – aus Sorge um Michael Kovrig und Michael Spavor. Peking reagiert prompt und nennt den Brief „einen Fehler“.

          Eine Gruppe früherer Botschafter und Wissenschaftler ruft China dazu auf, die beiden Kanadier unverzüglich freizulassen, die das Land im Zuge der Inhaftierung der Finanzchefin und Tochter des Firmengründers, Meng Wanzhou, des chinesischen Telekommunikationskonzerns Huawei in Vancouver festgenommen hatte. In einem am Montag veröffentlichten offenen Brief an Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping schrieben die 141 Unterzeichner, sie seien aufgrund der Inhaftierung von Michael Kovrig und Michael Spavor „tief besorgt“. Ihre Haft zeige, dass ihre „konstruktive Arbeit in China unwillkommen und sogar gefährlich ist“.

          Zu den Unterzeichnern des Briefs zählten eine ganze Reihe früherer Botschafter in China aus Kanada, Deutschland, Mexiko, Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Zudem trug er die Unterschrift zahlreicher Gesandter und Wissenschaftler.

          Bei den Inhaftierten handelt es sich um zwei Männer, die sich in der Region auskennen. Kovrig ist ein ehemaliger Diplomat, der für das Hong-Kong-Büro der unabhängigen „International Crisis Group“ tätig ist. Spavor ist Korea-Experte und Geschäftsmann. Er organisiert Reisen nach Nordkorea. Beiden wird von China zur Last gelegt, die nationale Sicherheit zu gefährden.

          Die Unterzeichner sehen in der Inhaftierung der beiden Männer auch ein Risiko für sich selbst. Sie alle verbinde mit Kovrig und Spavor das Ziel, produktive und nachhaltige Beziehungen mit China zu pflegen. Angesichts ihrer Inhaftierung müssten sie jedoch nun vorsichtiger dabei sein, wenn sie nach China reisen, dort arbeiten und mit ihren chinesischen Partnern in Kontakt treten wollten-

          Das chinesische Außenministerium nannte in einer ersten Reaktion den Brief „einen Fehler.“ Die Unterzeichner setzten Aktivitäten, die Chinas nationale Sicherheit gefährdeten, mit dem Engagement für politische Studien und diplomatische Arbeit gleich, sagte Ministeriumssprecherin Hua Chunying am Dienstag. Das sei eine Respektlosigkeit gegenüber Menschen die sich für die Förderung des freundschaftlichen Austauschs mit anderen Ländern einsetzten.

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