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Russische Geschichtslesung : Blick zurück im Zorn

Der russische Präsident Wladimir Putin ist ein bekennender Netzskeptiker. Bild: AP

Der Blick Russlands auf die Geschichte hat sich im Laufe der Zeit stark verändert: Besonders die Ära Gorbatschow betrachtet man heute anders – nämlich als schlecht. Die Ursache findet sich auch in der aktuellen Politik.

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          Der Umgang mit Geschichte verrät viel über den Blick auf die Gegenwart. Daher ist es interessant zu sehen, wie sich in Russland in den vergangenen zehn Jahren der Blick auf den Hitler-Stalin-Pakt 1939 und auf den Mauerfall 1989 verändert hat. Darin spiegelt sich wider, wie sich Russlands Außenpolitik in der Zwischenzeit radikalisiert hat.

          Friedrich Schmidt

          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          2009 war der heutige Ministerpräsident Dmitrij Medwedjew Putins Statthalter im Präsidentenamt. Er war zusammen mit dem letzten Staats- und Parteichef der Sowjetunion Michail Gorbatschow am 9. November jenes Jahres zu Gast beim „Fest der Freiheit“ in Berlin. Medwedjew lobte „die friedliche Wiedervereinigung Deutschlands“, die Europa „Freiheit und Fortschritt“ gebracht habe, und die Rolle der damaligen Sowjetführung.

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