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Blasphemiegesetz : Das Echo in Pakistan

Papst Benedikt XVI. hat mit seiner Kritik am pakistanischen Blasphemiegesetz Empörung bei den Islamisten ausgelöst. Dabei geht es um ein Menschenrecht: die Freiheit in der Religion.

          Natürlich sind nicht alle Muslime auf der Welt potentielle Terroristen – aber nahezu alle Terroristen, die heute im Namen der Religion morden, sind Muslime. Und nicht alle Christen auf der Welt müssen wegen ihrer Religionszugehörigkeit um ihr Leben fürchten – aber in immer weniger Ländern können Christen ihres Lebens sicher sein. Nicht zufällig liegen die für sie gefährlichen Länder in jenem vom Islam geprägten Bogen, der sich von Westafrika über Arabien bis nach Südostasien erstreckt.

          Und nicht zufällig stellt es immer seltener einen Unterschied dar, ob es sich bei den Christen um „Westler“ handelt oder aber um Angehörige christlicher Kirchen, die Jahrhunderte älter sind als der Islam. In seiner Regensburger Vorlesung hat Papst Benedikt XVI. im Jahr 2005 auf diese dramatische Entwicklung noch mit Hilfe eines Zitates aufmerksam gemacht. Jetzt hat er mit eigenen Worten eines der großen Übel der Gegenwart benannt: die Bestreitung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit in islamisch geprägten Ländern. Das Echo in Pakistan und anderswo verheißt nichts Gutes. Im Gegenteil.

          Daniel Deckers

          in der politischen Redaktion verantwortlich für „Die Gegenwart“.

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