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Bildungspolitik : Schlechtes Gewissen

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Die Verwirrung um die Erhöhung der Bafög-Sätze ist symptomatisch für die ganze Bildungspolitik: Man will alles bessermachen, stellt aber nicht die notwendigen Mittel dafür bereit. So bleibt die Last bei den Schwächsten - nämlich den Hochschulen.

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          Die Bildungspolitiker haben ein schlechtes Gewissen, allesamt. Was immer es an guten Gründen für die Bologna-Reform gegeben haben mag: die Art und Weise, wie sie verwirklicht wurde, kann man fast ohne Einschränkung als Katastrophe bezeichnen. Jetzt wird die Schuld hin- und hergeschoben: vom Bund auf die Länder, von denen auf die Hochschulen und wieder zurück.

          Außerdem wird den protestierenden Studenten und Hochschullehrern Verständnis bekundet, die rigiden Umsetzungsvorgaben sollen gelockert werden. Und schließlich wird weiße Salbe verteilt: Unter dieses Rubrum fällt die Ankündigung der Bildungsministerin Schavan, die Bafög-Sätze zu erhöhen. Da hat sie die Rechnung - vorerst - ohne die Wirte gemacht.

          Denn wann diese Aufstockung kommt und wie hoch sie ausfallen wird, muss zwischen Bund und Ländern erst noch beredet und beschlossen werden. Das Ganze ist symptomatisch für die Bildungspolitik. Man will alles bessermachen, stellt aber nicht die notwendigen Mittel dafür bereit, womit die Last bei den Schwächsten, nämlich den Hochschulen, bleibt.

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