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Bewaffnete Konflikte? : Kroatischer Regierungschef widerspricht Merkel

  • Aktualisiert am

Ministerpräsident Zoran Milanovic Bild: AFP

Kroatiens Regierungschef Zoran Milanovic teilt die Sorge der Bundeskanzlerin vor neuen militärischen Auseinandersetzungen auf dem Balkan nicht: „Es wird keinerlei bewaffnete Konflikte geben.“

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          Der kroatische Ministerpräsident Zoran Milanovic ist der Befürchtung der Bundeskanzlerin Angela Merkel entgegengetreten, die Flüchtlingskrise könne zu bewaffneten Konflikte auf dem Balkan führen. „Es wird keinerlei bewaffnete Konflikte geben“, zitierten am Dienstag in Zagreb mehrere Medien den Spitzenpolitiker. Wenn Deutschland seine Grenze schließe, werde „Kroatien das immer viel schneller als Deutschland machen“, begründete er seine Position.

          Merkel hatte am Vortag gesagt: „Ich möchte nicht, dass dort wieder militärische Auseinandersetzungen notwendig werden.“ Ein Streit könne schneller eskalieren, als man denke.

          Milanovic erwartet, dass die Flüchtlingskrise nach der Wahl in der Türkei gelöst werden kann. „In der Türkei hat Präsident Recep Tayyip Erdogan gewonnen, und er wird jetzt wahrscheinlich etwas bereiter für Gespräche und Kompromisse sein“, sagte Milanovic.

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