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Besuch in Afghanistan : Die Guttenberg-Show

Auf dem Flug nach Mazar-I-Sharif Bild: REUTERS

Mit Frau und Kerner zum Truppentheater an die Front: Der Verteidigungsminister muss langsam aufpassen, nicht für Thomas Gottschalk gehalten zu werden.

          Heute bei Gottschalk, morgen schon wieder bei Kerner, und das auch noch auf zwei Kontinenten – es ist ein hartes Brot, Deutschlands beliebtester Politiker zu sein. Und erst noch die beliebte Frau des beliebtesten Politikers. Doch schaffen es die fabelhaften Guttenbergs immer wieder, sich selbst noch zu toppen.

          Was sind schon Fotos vom Times Square und vom Rücken eines Dinosauriers gegen Bilder von einem Besuch an der Südostfront, mit eigener Talkshow? Endlich einmal Truppenbetreuung, die ihren Namen verdient. Immer nur Herrenbesuch, das hält auf die Dauer der stärkste Feldwebel nicht aus. Waren da wirklich noch zwei Ministerpräsidenten zwischen den Kameraleuten im Guttenberg-Tross?

          Den Soldaten fern der Heimat ist dieser Rummel als Ablenkung zu gönnen. Auch schadet es nie, die Aufmerksamkeit der Deutschen auf ihre Truppe am Hindukusch zu lenken. Zu Guttenberg aber muss langsam darauf achten, nicht eines Tages für Gottschalk gehalten zu werden. Ein Verteidigungsminister (mit Ambitionen) ist kein Showstar, nicht einmal zur Weihnachtszeit.

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