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Berliner Wahllokale : Prüfung nach Wahlchaos

Petra Michaelis, Berliner Landeswahlleiterin Bild: dpa

Die Berliner Wahlleiterin überprüft die Wahl in den Berliner Wahllokalen, derzeit sieht sie keinen Grund für einen Rücktritt.

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          Nach dem Chaos bei den Wahlen am Sonntag in Berlin will Landeswahlleiterin Petra Michaelis prüfen, ob die Wahl „ordnungsgemäß“ abgelaufen sei. Sie wolle „eine Bestandsaufnahme der relevanten Fehler“ machen, sagte Michaelis am Montag. Sie gab zu, dass es vertauschte Stimmzettel in mehreren Wahllokalen gegeben hatte und Stimmzettel frühzeitig ausgegangen waren. Auch hatte es Wartezeiten von zum Teil mehreren Stunden gegeben. Zahlreiche Wähler hatten bis 18 Uhr ihre Stimme nicht abgeben können, weil sie noch in der Schlange standen. Wie viele der 2257 Berliner Wahllokale betroffen waren und wann die letzte Stimme abgegeben wurde, konnte Michaelis am Montag noch nicht sagen. Einen Grund für ihren Rücktritt sah die Wahlleiterin derzeit nicht. Nach Angaben von Gert Baasen, der die Geschäftsstelle der Landeswahlleitung führt, lag die Zahl der Wahllokale im oberen zweistelligen oder unteren dreistelligen Bereich.

          Markus Wehner
          Politischer Korrespondent in Berlin.

          In Berlin waren am Sonntag neben dem Bundestag das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlungen gewählt worden, zugleich wurde über den Volksentscheid zur Vergesellschaftung von Wohnungsgesellschaften abgestimmt. Gleichzeitig fand der Berlin-Marathon statt, wodurch viele Straßen gesperrt waren. Das sei für viele eine Situation gewesen, „die an Überforderung grenzte“, sagte Michaelis.

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