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Berlin : Müller statt Strieder

  • Aktualisiert am

Neuer Berliner SPD-Parteichef: Michael Müller Bild: dpa/dpaweb

Nach dem Rücktritt von Peter Strieder als Konsequenz der „Tempodrom-Affäre“ soll der Fraktionsvorsitzende Michael Müller den Landesvorsitz der Berliner Sozialdemokraten übernehmen.

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          Der SPD-Fraktionsvorsitzende Michael Müller soll den Landesvorsitz der Berliner SPD übernehmen. Der Landesvorstand habe Müller einstimmig nominiert, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Mittwoch abend. Der Posten war vakant, nachdem Berlins SPD-Landeschef Peter Strieder als Konsequenz der sogenannten „Tempodrom-Affäre“ alle Ämter niedergelegt hatte.

          Gegen den 51 Jahre alten Strieder, dem bisherigen Stadtentwicklungssenator, wird wegen Untreue und Vorteilsnahme im Zusammenhang mit der öffentlichen Förderung des privaten Kulturbaus Tempodrom ermittelt. Neue Senatorin für Stadtentwicklung soll Strieders bisherige Staatssekretärin Ingeborg Junge-Reyer (57) werden.

          Der neue Landesvorsitzende der Berliner SPD soll voraussichtlich am 20. Juni gewählt werden. Junge-Reyer soll am 29. April im Abgeordnetenhaus als Senatorin gewählt werden. Strieder legte auch sein Mandate als Wahlmann für die Bundespräsidentenwahl und als Abgeordneter des Berliner Parlaments nieder. Der stellvertretende SPD-Landeschef Andreas Matthae soll möglicherweise den neuen Posten eines Generalsekretärs der Berliner SPD erhalten und Müller zur Seite stehen.

          Wird Berliner Senatorin: Ingeborg Junge-Reyer
          Wird Berliner Senatorin: Ingeborg Junge-Reyer : Bild: AP

          Durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in der Tempodrom- Affäre war Strieder zunehmend auch in der eigenen Partei unter Druck geraten. Er und Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) stehen unter dem Verdacht der Untreue, weil sie Millionenzuschüsse des Landes an das Tempodrom ohne eine entsprechende Genehmigung des Landesparlaments bewilligt haben.

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