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Berlin : Arm und lahm

Die Lachnummer namens Berliner Flughafen geht in die zweite Verlängerung. Wowereit und Platzeck aber scheint das kaum zu schaden.

          Für Außenstehende war es schon lange ein Rätsel, warum es ausgerechnet in Berlin, wo man so gerne auf die Straße geht, nicht zu Massendemonstrationen gegen den neuen Flughafen kam wie in München oder beim Bahnhofumbau in Stuttgart. Sollten die Gegner des Projekts von Anfang an auf die Unfähigkeit des Bauherrn gesetzt haben? Dann wären sie die einzigen, die jetzt nicht enttäuscht werden: Die Lachnummer namens Berliner „Großflughafen“ geht in die zweite Verlängerung.

          Die Großblamage, die auch noch mit dem Namen Willy Brandt verbunden ist, reicht weit über die Grenzen Berlins und Brandenburgs hinaus. Dem Regierenden Bürgermeister Wowereit, der sich langsam ein neues Motto für seine Stadt ausdenken muss (lahm, aber sexy?), und dem ebenfalls teflonbeschichteten Ministerpräsidenten Platzeck scheint das Debakel bisher politisch aber nur wenig anzuhaben. Sie sind schließlich nur Aufsichtsräte, die, das kennt man aus der Finanzbranche, nie etwas wissen.

          Und die Moneten, die in den märkischen Sand gesetzt werden, kommen in Berlin und Potsdam ja ohnehin aus der Steckdose.

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