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Benedikt XVI. zu Mohammed : Türkei fordert vom Papst eine Entschuldigung

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In seiner Abschiedsrede dankte der Papst allen, die zum Gelingen seines Besuches, zur „Freude des Glaubens“ bei den einzelnen festlichen Veranstaltungen in München, Altötting, Regensburg und Freising vom vergangenen Samstag an beigetragen hätten. „Unauslöschlich“, so Benedikt wörtlich, „trage ich in meinem Herzen den bewegenden Eindruck, den die Begeisterung und die spürbare starke Religiosität der großen Massen von Gläubigen in mir ausgelöst hat, die in andächtiger Sammlung beim Hören des Wortes Gottes und im Gebet verharrten“.

„Im Glauben bin ich gewiß“

„Überall“, so sagte er weiter, „bin ich mit größter Zuvorkommenheit und Aufmerksamkeit empfangen worden; das hat mich tief beeindruckt. Ich bin nach Deutschland gekommen, um meinen Landsleuten die ewigen Wahrheiten des Evangeliums erneut nahezubringen und die Gläubigen zu stärken in der Treue zu Christus, dem Sohn Gottes, der Mensch geworden ist zum Heil der Welt. Im Glauben bin ich gewiß, daß sich in ihm, in seinem Wort, der Weg finden läßt, um nicht nur die ewige Glückseligkeit zu erlangen, sondern auch um eine menschenwürdige Zukunft schon auf dieser Erde zu bauen. Von diesem Bewußtsein angetrieben, hat die Kirche unter der Führung des Geistes die Antworten auf die Herausforderungen, die im Laufe der Geschichte auftraten, immer neu im Wort Gottes gesucht.“

Bei dem Treffen mit etwa 500 Priestern und „Ständigen Diakonen“ zuvor am Vormittag im Dom zu Freising dankte Benedikt in persönlichen Worten noch einmal allen, die ihn in den vergangenen sechs Tagen seiner Reise in die bayerische Heimat so herzlich begrüßt hätten. Er fühle sich durch diese menschliche Freundlichkeit in seinem Amt gestärkt und kehre so bereichert nach Rom zurück.

„Die Ernte Gottes wächst“, beruhigte der Papst, „auch wenn das einem bloß menschlichen Auge nicht offenbar wird“. Deshalb sei er zuversichtlich, daß es nach dem Plan Gottes auch immer „Arbeiter im Weinberg des Herrn“ geben werde, die als „seine gerechten Knechte befunden würden.

Nach dem Abflug des Papstes zogen der bayerische Ministerpräsident Stoiber, der Münchner Kardinal-Erzbischof Wetter als Vorsitzender der bayerischen Bischöfe und gleichsam als Hauptgastgeber, dazu die Bischöfe der besuchten Bistümer Passau (mit Altötting) und Regensburg, Schraml und Müller, eine uneingeschränkt positive Bilanz der Papstvisite. Alle hoben den persönlichen und herzlichen Grundton der sechs Papst-Tage hervor. Der päpstliche Gast und die besuchten Gläubigen hätten sich in diesem Aufeinanderzugehen entsprochen, hieß es übereinstimmend. Kardinal Wetter zitierte ein altes Wort von Joseph Ratzinger: „Wir leben vom Ja, nicht vom Nein.“

Kardinal Lehmann als Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz sprach seinen herzlichen Dank an Bayern aus, dafür, was in der Heimat des Papstes für Deutschland und für den deutschen Katholizismus getan worden sei.

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