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Auswärtiges Amt : Bilderstürmer Westerwelle

  • -Aktualisiert am

Das Amt und die Vergangenheit: Eine Historikerkommission forschte zur Rolle des Auswärtigen Dienstes in der Zeit des Nationalsozialismus Bild: ©Helmut Fricke

Die „Ahnengalerien“ werden abgehängt: Dieser Bruch mit der Tradition zeugt wiederum von jener hohen Anpassungsbereitschaft, die viele Beamte des Auswärtigen Dienstes von 1870 bis heute auszeichnet.

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          Jüngst ließ sich das Auswärtige Amt vom Sprecher seiner Historikerkommission zur „verbrecherischen Organisation“ erklären. Kraft zum Widerspruch oder wenigstens zur Differenzierung hat die einst so stolze Behörde bisher nicht gefunden.

          Außenminister Westerwelle stand bei der Buchübergabe von „Das Amt“ derart unter Schock, dass er eine Arbeitsgruppe einberief, der die „richtigen Konsequenzen“ aus der neuen Diplomaten-Bibel obliegen. Dazu gehört es, Fotos der Leiter in Auslandsvertretungen nur noch von 1951 an zuzulassen - Ausnahmen wie Bismarck und Humboldt bestätigen die Regel.

          Dieser Bruch mit der Tradition aufgrund eines in seiner Solidität überschätzten Kommissionsberichts zeugt wiederum von jener hohen Anpassungsbereitschaft, die viele Beamte des Auswärtigen Dienstes von 1870 bis heute auszeichnet. Vielleicht sollte man daher künftig generell auf Porträtgalerien im In- und Ausland verzichten. So bliebe dem Amt eines Tages Bilderstürmer Westerwelle erspart, während Vergangenheitsminister Fischer sofort abgehängt werden dürfte.

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