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Gesetzentwurf zur Homo-Ehe : Australien soll nachziehen

  • Aktualisiert am

„Folgt Irland“: Werbung für die Homo-Ehe am Montagmorgen in Sydney Bild: AFP

Den Schwung des irischen Referendums möchte die australische Opposition nutzen, um ebenfalls die Ehe für gleichgeschlechtliche Partner einzuführen. Doch der konservative Premierminister Abbott hat andere Sorgen.

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          Die australische Opposition hat am Montag einen Gesetzesentwurf ins Parlament eingebracht, der die Ehe als „Union zwischen zwei Menschen“ statt „zwischen Mann und Frau“ definiert. Die Diskussion darüber wurde vorerst aber vertagt. Der Vorsitzende der Labour Party, Bill Shorten, appellierte an Premierminister Tony Abbott, eine nicht an die Fraktionsdisziplin gebundene Abstimmung zuzulassen. Der konservative Regierungschef lehnt Gleichstellungsinitiativen ab. Die Gleichstellung sei zwar ein wichtiges Thema, sagte Abbott, seine Regierung habe derzeit jedoch andere Prioritäten und müsse sich vollständig auf den Haushalt konzentrieren.

          Am Sonntag waren in Sydney mehrere tausend Menschen für die Gleichstellung von Ehe und gleichgeschlechtlichen Partnerschaften auf die Straße gegangen. Unter den Teilnehmern der Kundgebung war auch Abbotts Schwester Christine Forster, die mit einer Frau zusammen lebt. Die stellvertretende Labor-Vorsitzende Tanya Plibersek sagte, wenn Abbott die Abstimmung freigebe, könne die Gesetzesänderung noch in diesem Jahr beschlossen werden.

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