https://www.faz.net/-gpf-9ktv4

Venezuela : Außenministerium weist Kritik an Einsatz für inhaftierten Six zurück

  • Aktualisiert am

Billy Six im März 2013 in Berlin Bild: dpa

Die Bundesrepublik kümmere sich darum, dass die dem in Venezuela inhaftierten deutschen Reporter Billy Six zustehenden Rechte beachtet werden, heißt es aus dem Auswärtigen Amt

          Das Auswärtige Amt hat Kritik am Einsatz für den in Venezuela inhaftierten deutschen Journalisten Billy Six zurückgewiesen. Bisher hätten drei Haftbesuche stattgefunden, heißt es aus dem Auswärtigen Amt in Berlin. „Im Rahmen unserer intensiven konsularischen Betreuung setzen sich das Auswärtige Amt und die Botschaft Caracas auch weiterhin dafür ein, dass die Herrn Six zustehenden Rechte respektiert und eingehalten werden und er ein transparentes und rechtsstaatliches Verfahren erhält.“ Außenminister Heiko Maas (SPD) hatte bereits im Februar dem Vorwurf der Untätigkeit widersprochen.

          Der Journalist war Mitte November in Venezuela festgenommen worden. Ihm werden Spionage und Rebellion zur Last gelegt. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hält die Vorwürfe für nicht belegt. Six hatte in der Vergangenheit unter anderem für die rechtskonservative Wochenzeitung „Junge Freiheit“ geschrieben. Die Eltern des Journalisten hatten der Bundesregierung am Dienstag in Potsdam vorgeworfen, sie setze sich zu wenig für die Freilassung ein. „Die deutsche Regierung hat nicht protestiert gegen die Verhaftung eines Journalisten in dem Land“, sagte der Vater Edward Six. Sie habe auch nicht seine Freilassung gefordert.

          Die AfD-Fraktion im Brandenburger Landtag fordert von der rot-roten Landesregierung in einem Antrag, sich dafür zu engagieren, dass sich die Bundesregierung für die sofortige Freilassung einsetzt. Der Landtag debattiert an diesem Donnerstag darüber.

          Weitere Themen

          Macrons Worte sind ihr zu wenig

          Greta Thunberg in Paris : Macrons Worte sind ihr zu wenig

          Für ihre kurze Rede erhält die Klimaaktivistin in der französischen Nationalversammlung viel Applaus, besonders aus Macrons Partei – obwohl Thunberg den Präsidenten zuvor kritisiert hat.

          Wer ist Boris Johnson? Video-Seite öffnen

          Schillernd und umstritten : Wer ist Boris Johnson?

          Der wirre Haarschopf ist unverkennbar: Boris Johnson liebt den großen Auftritt. Der Brexit-Hardliner ist eine der schillerndsten und umstrittensten Persönlichkeiten der britischen Politik.

          Topmeldungen

          Boris Johnson und die EU : Trotz allem – Partner

          In Brüssel hat man Boris Johnson in unangenehmer Erinnerung behalten. Dennoch sollten die „Europäer“ ihm, wo immer möglich, die Hand reichen – nur zu einem nicht.
          Laut Sebastian Kurz habe es sich bei der Datenvernichtung um einen „normalen Vorgang“ gehandelt.

          Datenträger geschreddert : Kurz und der Reißwolf

          Der damalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ließ nach dem Platzen der Koalition mit der rechten FPÖ durch einen Mitarbeiter inkognito Daten vernichten. Warum?

          Greta Thunberg in Paris : Macrons Worte sind ihr zu wenig

          Für ihre kurze Rede erhält die Klimaaktivistin in der französischen Nationalversammlung viel Applaus, besonders aus Macrons Partei – obwohl Thunberg den Präsidenten zuvor kritisiert hat.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.