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Nordkorea-Konflikt : Zweites Treffen zwischen Kim und Trump vereinbart

Präsident Trump im Juni 2018 bei einem Treffen mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un Bild: AFP

Die Verhandlungen waren erfolgreich, Ende Februar trifft der amerikanische Präsident abermals auf den Machthaber Nordkoreas. Auch ein möglicher Treffpunkt ist schon im Gespräch.

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          Das nächste Gipfeltreffen zwischen dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un soll nach Angaben des Weißen Hauses „gegen Ende Februar“ stattfinden. Angaben zum Ort des Treffens machte Sprecherin Sarah Sanders am Freitag allerdings nicht. Pjöngjangs Chefunterhändler, der frühere Geheimdienstchef Kim Yong-chol, weilte am Freitag in Washington, um mit Außenminister Mike Pompeo über die Details eines Treffens zu verhandeln.

          Friederike Böge

          Politische Korrespondentin für Ostasien.

          Amerikanischen Medien zufolge war für den Fall eines erfolgreichen Verlaufs auch ein Treffen des Unterhändlers mit Präsident Trump geplant. Für ihn trug Kim Yong-chol einen persönlichen Brief des nordkoreanischen Machthabers bei sich. Offenbar als Zeichen des guten Willens wurde der nordkoreanischen Delegation gestattet, ohne Umweg über New York direkt nach Washington zu fliegen, obwohl beide Seiten keine diplomatischen Beziehungen unterhalten.

          Ursprünglich waren die Vorgespräche bereits für November geplant gewesen, doch Pjöngjang hatte sie kurzfristig abgesagt. In seiner Neujahrsansprache hatte Machthaber Kim dann erstmals öffentlich gesagt, dass er „zu jeder Zeit“ zu einem Treffen mit Trump bereit sei.

          Als möglicher Ort für den zweiten Gipfel wird Vietnam gehandelt. Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Donnerstag, Hanoi bereite sich auf einen „Staatsbesuch“ Kim Jong-uns im Februar vor. Ministerpräsident Nguyen Xuan Phuc sagte dem Fernsehsender Bloomberg TV, falls die Wahl auf Hanoi falle, „werden wir unser Bestes tun, das Treffen zu ermöglichen“.

          Vietnam als ehemaliger Kriegsgegner der Vereinigten Staaten hätte als Gipfelstätte eine große Symbolkraft. Pompeo hatte das Land, das seine Beziehungen zu Amerika normalisiert und sich wirtschaftlich rasant entwickelt hat, als Vorbild für Nordkorea bezeichnet.

          Inhaltlich ist noch nicht erkennbar, wie ein zweiter Gipfel die Verhandlungen über eine Abrüstung des nordkoreanischen Atom- und Raketenprogramms voranbringen könnte. Das Pentagon bezeichnete Pjöngjangs Waffenarsenal am Donnerstag in einem Bericht als „außergewöhnliche Bedrohung“. Vizepräsident Mike Pence äußerte, man warte noch auf immer auf „konkrete Schritte der Abrüstung“ seitens Nordkoreas.

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