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Ein Ire darf nicht ausreisen : Einmal China und nicht mehr zurück

Ausreisesperre ohne Angabe von Gründen: China wird für Ausländer immer öfter zur Falle. Bild: Reuters

Richard O’Halloran wird seit 2019 in Shanghai festgehalten. „Zwei Jahre Hölle“, sagt er. Dabei wird dem irischen Geschäftsmann nichts zur Last gelegt. Auch Deutsche fanden sich schon in ähnlicher Lage.

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          Eigentlich hatte Richard O’Halloran nur eine kurze Geschäftsreise nach China geplant. Seither sind zwei Jahre vergangen, und der irische Manager sitzt noch immer in Shanghai fest. Seine Frau und seine beiden Kinder in Dublin hat er seit Februar 2019 nicht mehr gesehen. Ein chinesisches Gericht hat ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt, obwohl ihm persönlich nichts zur Last gelegt wird.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Vor gut einem Monat wurde die Sperre auf einmal aufgehoben. Doch als O’Halloran am Flughafen durch die Passkontrolle gehen wollte, wurde er abermals zurückgewiesen. „Es ist nicht so, als wäre ich für eine begrenzte Zeit verurteilt worden. Das hier könnte ewig so weitergehen“, sagte der Geschäftsmann vor wenigen Tagen dem irischen Fernsehsender RTÉ. In seiner Verzweiflung habe er den Richter gefragt, „erwarten Sie, dass ich meiner Frau sage, sie soll ihr Leben ohne mich weiterleben und meinen Kindern, dass sie versuchen sollen, mich zu vergessen?“

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