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Zentralafrikanische Republik : Russische „Militärberater“ begehen laut UN Menschenrechtsverletzungen

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Soldaten einer UN-Mission patroullieren in Bangui, der Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik. Bild: Alexis Huguet/AFP

In einem der ärmsten Länder Afrikas sollen russische Kräfte zusammen mit Regierungstruppen töten und plündern. Dazu haben UN-Experten Zeugenaussagen gesammelt.

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          Russische Einsatzkräfte sind nach Einschätzung von UN-Experten für schwere Menschenrechtsverletzungen in der Zentralafrikanischen Republik verantwortlich. Zu den Taten, die Regierungstruppen zusammen mit denen offiziell als „Militärberater“ operierenden russischen Kräften begangen hätten, „zählten Fälle von exzessiver Gewaltanwendung, wahllose Tötungen, die Besetzung und Plünderungen von Schulen in großem Umfang sowie auch von humanitären Organisationen.“ Das geht aus einem internen Bericht an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

          Bild: F.A.Z.

          Seit einer Rebellion 2013 hat das Bürgerkriegsland keine Stabilität gefunden. Kämpfe zwischen bewaffneten Gruppen und Truppen der Regierung, die von den Russen unterstützt werden, haben dort in diesem Frühjahr mehr als 180.000 Menschen in die Flucht getrieben.

          Die Zentralafrikanische Republik, eine ehemalige französische Kolonie mit rund 4,7 Millionen Einwohnern, gilt trotz reicher Mineralienvorkommen als eines der ärmsten Länder der Welt. Beim Index für menschliche Entwicklung des Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) belegt sie – knapp vor Niger – den vorletzten von 189 Plätzen.

          Viele Augenzeugenberichte

          Die UN-Experten sammelten nach eigenen Angaben Aussagen vieler Augenzeugen, die eine „aktive Teilnahme russischer Militärberater an Kampfhandlungen“ bei einer Regierungsoffensive bestätigten. Demnach hätten sie nach Einschätzung vieler Befragter den Vormarsch auf Städte und Dörfer angeführt.

          Bereits im Frühjahr hatte ein UN-Expertengremium die private russische „Wagner“-Gruppe und die „Sicherheitsfirmen“ Sewa Security Services und Lobaye Invest Sarlu in Zusammenhang mit gewalttätigen Angriffen in dem Land seit Dezember gebracht.

          Es gibt immer wieder Berichte über den Einsatz russischer Söldner in verschiedenen Ländern, darunter im Bürgerkriegsland Libyen. Dazu hatte Präsident Wladimir Putin einmal gesagt: In dem Land seien Söldner aller möglichen Staaten im Einsatz. Sollten darunter Russen kämpfen, seien sie nicht im staatlichen Auftrag dort.

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