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Getöteter Al-Quds-Anführer : Zehntausende Iraner bei Trauerfeiern für Soleimani

  • Aktualisiert am

Der Sarg des getöteten Generals Qassem Soleimani am Flughafen in Teheran. Bild: AFP

Tausende schwarz gekleidete Iraner haben sich zu Trauerzeremonien für den getöteten General Qassem Soleimani versammelt. Fernsehbilder zeigen weinende Männer und Frauen.

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          Zehntausende Iraner haben an einem Trauerzug für den bei einem amerikanischen Raketenangriff getöteten iranischen General Qassem Soleimani teilgenommen. Die Leiche Soleimanis wurde am Sonntag aus dem benachbarten Irak nach Ahwas im Südwestiran transportiert. Die Zeremonie wurde auf fast allen iranischen Fernsehkanälen live übertragen. Der Trauerzug in Ahwas ist eine von mehreren Zeremonien, die Iran für den getöteten Kommandeur der iranischen Al-Quds-Einheit geplant hat. Weitere Trauerzeremonien sind in zwei Mausoleen in Maschad und Ghom sowie in der Hauptstadt Teheran geplant. An der Zeremonie in Teheran am Sonntagabend wird auch die iranische Führung teilnehmen. Die Beisetzung selbst findet am Dienstag in Soleimanis Geburtsort Kerman im Südostiran statt.

          Soleimani war in der Nacht zum Freitag bei einem Luftangriff nahe dem Flughafen von Bagdad getötet worden. Das amerikanische Verteidigungsministerium teilte mit, der Angriff sei auf Anweisung von Präsident Donald Trump erfolgt, um weitere Angriffe auf amerikanische Diplomaten und Einsatzkräfte zu verhindern. In Iran war der 62-Jährige sehr beliebt, besonders weil er als Leiter der im Ausland aktiven Al-Quds-Brigaden mit dafür gesorgt hat, dass die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vom Nachbarland Irak nicht in den Iran eindringen konnte. In den iranischen Medien wird er sogar als „General der Herzen“ bezeichnet.

          Iran hat den Vereinigten Staaten für die Tötung Soleimanis mit Vergeltung gedroht. „Diese Vergeltung wird den Amerikanern richtig wehtun“, sagte Hussein Salami, der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden. Amerikas Präsident Donald Trump warnte Iran am Samstag vor Angriffen auf amerikanische Bürger oder Einrichtungen und drohte mit Attacken auf 52 iranische Ziele.

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