https://www.faz.net/-gpf-9mb14

Zahlen, Daten, Fakten : Alle Zahlen zur Wahl in Spanien

  • Aktualisiert am

Bild: F.A.Z.

Spanien hat zum zweiten Mal in diesem Jahr ein neues Parlament gewählt. Klare Mehrheitsverhältnisse zeichnen sich ersten Ergebnissen zufolge aber bislang nicht ab.

          1 Min.

          Bei den zweiten spanischen Parlamentswahlen in diesem Jahr hat sich nach ersten Hochrechnungen ein Erfolg der rechtspopulistischen Vox-Partei abgezeichnet. Demnach konnte sie die Zahl ihrer 24 Mandate mindestens verdoppeln. Stärkste Partei werden offenbar wieder die Sozialisten (PSOE) unter dem amtierenden Ministerpräsidenten Pedro Sánchez, auch wenn die PSOE einige ihrer 123 Mandate verlieren könnte, wie die Umfrage des Senders RTVE zeigte.

          Die konservative Volkspartei PP konnte demnach ihr historisch schlechtestes Ergebnis von 66 Mandaten hinter sich lassen und mindestens 20 Sitze zulegen. Die rechtsliberale Ciudadanos-Partei könnte dagegen mehr als zwei Drittel ihrer Sitze verlieren. Auch die linksalternative Unidas-Podemos-Partei musste offenbar Einbußen hinnehmen. Zum ersten Mal werden es wohl die neue „Más Páis“-Partei und die separatistische CUP-Partei aus Katalonien ins nationale Parlament schaffen.

          Sánchez hatte für eine „starke“ Regierung geworben, um Rechtsextremisten und Separatisten zu stoppen. Anders als bei den ersten vorgezogenen Wahlen im April hatte er offenbar Schwierigkeiten, seine Wähler zu mobilisieren. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 76 Prozent, dieses Mal war sie nach ersten Angaben niedriger. Trotz der Ankündigung neuer separatistischer Protestaktionen war es am Wahlwochenende in Katalonien ruhig geblieben. 

          Nach den harten Urteilen gegen zwölf führende Separatisten hatte der Katalonien-Konflikt im spanischen Wahlkampf alle anderen Themen in den Hintergrund gedrängt. Von den andauernden Protesten, die zum Teil in Gewalt ausgeartet waren, konnte offensichtlich vor allem die Vox-Partei profitieren, die ein viel härteres Durchgreifen verlangt hatte. Für Spanien waren es schon die vierten Wahlen in den vergangenen vier Jahren. Angesichts der Zersplitterung der Parteienlandschaft bleibt es schwierig, eine Regierungsmehrheit zu finden. Sowohl das linke, als auch das rechte Lager sind weit von der absoluten Mehrheit von 176 Stimmen entfernt.

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel empfängt Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron am 18. Juni in Berlin.

          Vorstoß zu Putin-Treffen : Wie Merkel und Macron die EU entzweien

          Deutschland und Frankreich wollen ein EU-Gipfeltreffen mit Wladimir Putin – das erste seit der Annexion der Krim 2014. Doch die östlichen Mitgliedstaaten sind entsetzt. Erst müsse Russland seine Politik ändern.

          Deutschland entgeht EM-Aus : Glück des Flüchtigen

          Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat beim 2:2 gegen Ungarn ihren nächsten Absturz so gerade noch verhindert. Für das EM-Achtelfinale gegen England am Dienstag bedeutet das: nichts.
          Kanzlerin Angela Merkel mit zwei ihrer möglichen Amtsnachfolger: Annalena Baerbock (Mitte) und Armin Laschet (rechts)

          Merkels Regierungserklärung : Umringt von Kandidaten

          Angela Merkels mutmaßlich letzte Regierungserklärung im Bundestag wird zum Schaulaufen der Kandidaten um ihre Nachfolge. Dabei schlagen sich nicht alle gleichermaßen gut.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.