Österreichs Grenze zu Ungarn :
Die neue Balkanroute ist die alte

Lesezeit: 3 Min.
Übung für den Ernstfall: Polizeibeamte und Soldaten des Bundesheers im Juli 2020 am Grenzübergang Nickelsdorf zu Ungarn
Österreich regiert mit der Aufrüstung seines Grenzschutzes auf die steigende Zahl irregulärer Migranten, die von Ungarn her einreisen. Erinnerungen an die Flüchtlingskrise 2015 werden wach.

Mit dem ikonischen Bild eines von Stacheldrahtrollen strotzenden Eisenbahnwaggons hat der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán vor sechs Jahren die Route, die hunderttausende Migranten sein Land passieren ließ, scheinbar geschlossen. Auch Sebastian Kurz, der damalige Außenminister im Nachbarland rühmte sich, durch die Koordinierung von Grenzschutzmaßnahmen von Mazedonien bis Österreich „die Balkanroute geschlossen“ zu haben – ein Ruhm, der ihn bis ins Bundeskanzleramt in Wien tragen sollte.

Ohne Abo weiterlesen
Dies ist kein Abo. Ihre Registrierung ist komplett kostenlos, ohne versteckte Kosten.
Oder 3 Monate für 1 € pro Monat Zugang zu allen FAZ+ Beiträgen erhalten und immer aktuell informiert bleiben.