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Studie : Zahl der Terror-Opfer weltweit auf neuem Höchststand

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Bei dem maskierten Mann aus diesem IS-Video soll es sich um den Briten Mohammed Emwazi, bekannt als „Dschihadi John“, handeln. Er wurde vergangene Woche bei einem amerikanischen Luftangriff getötet. Bild: dpa

Die Zahl der Toten durch Anschläge ist 2014 einer Studie zufolge sprunghaft angestiegen. Insgesamt fielen 32.658 Menschen Anschlägen zum Opfer - für mehr als die Hälfte der Toten waren Boko Haram und der Islamische Staat verantwortlich.

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          Die Zahl der Todesfälle durch Terrorismus ist 2014 gegenüber dem Vorjahr um 80 Prozent auf bisherigen Höchststand gestiegen. Nach dem am Dienstag veröffentlichten Global Terrorism Index des Institute for Economics and Peace an der amerikanischen Universität Maryland fielen im vergangenen Jahr 32.658 Menschen Anschlägen zum Opfer. Im Jahr davor waren es 18.211. Die terrorbedingten wirtschaftlichen Kosten beziffert das Institut auf 52,9 Milliarden Dollar (49,3 Milliarden Euro), mehr als je zuvor.

          Den Angaben zufolge sind allein die nigerianische Terrormiliz Boko Haram und der „Islamische Staat“ (IS) gemeinsam für 51 Prozent aller Todesopfer verantwortlich. Als tödlichste Terrorgruppe der Welt gilt inzwischen Boko Haram mit 6.644 Todesopfern. Auf das Konto des IS gingen hingegen 6.073 Tote.

          Irak mit höchster je erfasster Todeszahl

          Allein der Irak hatte im vergangenen Jahr 9929 Tote zu beklagen, die höchste jemals in einem einzigen Land erfasste Zahl. In Nigeria starben 7512 Menschen infolge terroristischer Anschläge.

          78 Prozent aller Todesfälle und 57 Prozent aller Angriffe konzentrierten sich auf fünf Länder: Afghanistan, Irak, Nigeria, Pakistan und Syrien. Elf Länder hatten dem Bericht zufolge mehr als 500 Terror-Tote zu beklagen. Neu hinzugekommen sind Somalia, die Ukraine, der Jemen, die Zentralafrikanische Republik, der Südsudan und Kamerun.

          80 Prozent der Getöteten sind Opfer von Einzeltätern

          Der Chef des Instituts, Steve Killelea, sagte, während Terrorismus im Westen stark mit Jugendarbeitslosigkeit und Drogenkriminalität einhergehe, zeige sich in Nicht-OECD-Ländern ein Zusammenhang zwischen Terrorismus und laufenden Konflikten, Korruption und Gewalt.

          Zehn der elf am stärksten vom Terrorismus betroffenen Länder verzeichneten zudem die höchsten Flüchtlingszahlen und die meisten Binnenvertriebenen. „Dies zeigt den starken Zusammenhang zwischen der aktuellen Flüchtlingskrise, Terrorismus und Konflikten“, sagte Killelea.

          Wie aus dem Bericht weiter hervorgeht, ist in westlichen Ländern der islamische Fundamentalismus nicht die Hauptursache für Terrorismus: 80 Prozent aller Getöteten sind demnach Opfer von Einzeltätern, die politische oder religiöse Extremisten, Nationalisten oder Rassisten sind.

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          Mehr als 60 Prozent aller behandelten Länder hätten überhaupt keine Todesfälle aufgrund von Terrorismus zu verzeichnen. Seit dem Jahr 2000 ereigneten sich den Angaben zufolge weniger als 3 Prozent aller terrorbedingten Todesfälle in westlichen Ländern. Das Risiko, einem herkömmlichen Tötungsdelikt zum Opfer zu fallen, ist global betrachet dreizehn Mal höher.

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