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Xavier Bertrand im Interview : „Ein Atomausstieg kommt für mich nicht infrage“

Xavier Bertrand ist 56 Jahre alt und Präsident der Region Hauts-de-France. Zuvor war er Gesundheits- und Sozialminister. Bild: François Bouchon/Le Figaro/laif

Der französische Präsidentschaftskandidat Xavier Bertrand über das Comeback der bürgerlichen Rechten im Land, seine politische Familie, die Energiewende und die Pipeline Nord Stream 2.

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          Herr Regionalpräsident, Sie haben Marine Le Pens Partei in ihrer Hochburg im Norden schwere Verluste zugefügt. Wie haben Sie das geschafft?

          Michaela Wiegel
          Politische Korrespondentin mit Sitz in Paris.

          Ich habe das Übel an der Wurzel gepackt. Wenn Sie die soziale Misere und die Arbeitslosigkeit bekämpfen und die Wut ernst nehmen, dann verliert der Rassemblement National. Die Franzosen erwarten konkrete Lösungen von uns. Die Politik ist nicht tot, solange wir die alltäglichen Probleme der Bürger lösen. Wenn das geschieht, dann haben die extremen Parteien keine Chance. Die extremen Parteien sind wie ein Barometer. Sie zeigen an, wie schwerwiegend die gesellschaftlichen Probleme sind. Sie haben keine Lösungen anzubieten, sondern surfen auf der Welle der Wut. Ich vergesse dabei nicht die sehr niedrige Wahlbeteiligung. Wenn zwei Drittel der Wahlberechtigten nicht zu den Urnen gehen, dann wird das Schweigen ohrenbetäubend. Eine Warnstufe ist überschritten, wenn so viele Franzosen sich von der Politik abwenden.

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