https://www.faz.net/-gpf-acpg1

Treffen von Biden und Putin : Entspannung auf niedrigem Niveau?

Handschlag: Der damalige amerikanische Vizepräsident Joe Biden bei einem Treffen mit Wladimir Putin am 10. März 2011 in Moskau Bild: AP

Moskau und Washington haben unterschiedliche Erwartungen an die Genfer Begegnung. Im Kalkül beider Seiten spielt der Aufstieg Chinas eine bedeutende Rolle.

          3 Min.

          Dieser Tage werden Bilder der ersten Begegnung des sowjetischen Parteichefs Michail Gorbatschow mit dem amerikanischen Präsidenten Ronald Reagan hervorgeholt: November 1985, Genf, Kaminfeuer, Beginn der amerikanisch-sowjetischen Entspannung am Ende des Kalten Kriegs. Vor ihrem ersten Treffen am Mittwoch in Genf dürften sich Joe Biden und der russische Präsidenten Wladimir Putin hingegen nur in einer Einschätzung einig sein: dass das bilaterale Verhältnis zwischen Amerika und Russland an einem Tiefpunkt angelangt sei.

          Majid Sattar
          Politischer Korrespondent für Nordamerika mit Sitz in Washington.
          Friedrich Schmidt
          Politischer Korrespondent für Russland und die GUS in Moskau.

          Derzeit haben beide Länder nicht einmal die Möglichkeit, über ihre Botschafter miteinander zu kommunizieren. Im März berief Moskau seinen Vertreter in Washington zurück, nachdem Biden in einem Interview gesagt hatte, Russland werde für die Einmischung in die amerikanischen Wahlen einen „Preis bezahlen“ und der Einschätzung zugestimmt hatte, Putin sei ein „Killer“. Im April drängte Russland den amerikanischen Botschafter in Moskau zur Rückkehr nach Washington und setzte die Vereinigten Staaten (sowie die Tschechische Republik) im Mai auf seine neue Liste „unfreundlicher Staaten“. Das hat zur Folge, dass die diplomatischen Vertretungen der Vereinigten Staaten in Russland keine Ortskräfte mehr beschäftigen dürfen.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Armin Laschet am 20. Juli in Bad Münstereifel

          CSU in Sorge : Kann das mit Laschet gut gehen?

          Die Werte für die Union fallen, die Nervosität wächst. In CDU und CSU hält mancher Armin Laschet für zu passiv. Und Markus Söder feuert wieder. Denn es gibt ein Schreckensszenario.
          Eine Schülerin einer Abschlussklasse wird im Impfzentrum an der Messe München geimpft.

          Leopoldina-Forscher Falk : „Klappe halten, impfen lassen“

          Spitzenforscher Armin Falk fordert eine Impfpflicht und findet, dass der Impfstatus bei der Triage eine Rolle spielen sollte. An Politiker, die sich nicht impfen lassen, hat er eine klare Ansage.