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Besuch in Deutschland : Selenskyj will Ukraine in EU und Nato führen

  • Aktualisiert am

Wolodymyr Selenskyj bei einem Treffen mit den deutschen und französischen Außenministern in Kiew im Mai Bild: dpa

Die europäische Integration stelle den größten Wunsch des ukrainischen Volkes dar, sagt der neue ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj vor seinem Antrittsbesuch in Berlin. Es gebe aber noch viel Arbeit für sein Land.

          Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat sich vor seinem Treffen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) für eine Mitgliedschaft seines Landes in EU und Nato ausgesprochen. „Die Ukraine ist bereits ein Teil der europäischen Familie. Die Ukraine möchte die europäische Integration, die den größten Wunsch unseres Volkes darstellt“, sagte Selenskyj der „Bild“-Zeitung. „Wir sehen jedoch ein, dass wir überzeugende Ergebnisse liefern müssen, um dem gemeinsamen Wirtschafts-, Rechts-, Zoll- und digitalen Raum der EU beizutreten.“

          Selenskyj kommt an diesem Dienstag zu seinem ersten Besuch nach Berlin, um Merkel und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu treffen. Im Mittelpunkt stehen die Bemühungen, wieder Bewegung in den festgefahrenen Friedensprozess für die Ostukraine zu bringen. Dort bekämpfen sich seit fünf Jahren ukrainische Regierungstruppen und pro-russische Separatisten. Deutschland und Frankreich sind in dem Konflikt Vermittler.

          Zur Nato-Erweiterung sagte Selenskyj der Zeitung, sie habe sich als wirksames Werkzeug erwiesen, um die Sicherheit in der Region zu gewährleisten. Die Ukraine habe ihr Bestreben, der Nato ebenfalls beizutreten, offiziell verkündet. „Als Erstes möchte ich die Nato-Standards in den ukrainischen Streitkräften und in unserem Sicherheitssektor umsetzen. Die Ukraine ist bereits ein verlässlicher Partner der Nato, und in der Zukunft können wir ein verlässliches Mitglied der Allianz werden.“

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