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Russischer Militäreinsatz : Putin ordnet Teilabzug aus Syrien an

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Der russische Präsident Wladimir Putin beim Besuch einer Flüssiggasanlage Anfang Dezember im Hafen von Sabetta Bild: AP

Der Kremlchef hat zum ersten Mal seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in Syrien die Luftwaffenbasis Hamaimim besucht – und sich dort mit dem syrischen Präsidenten Assad getroffen. Dabei machte Putin offenbar eine weitreichende Ankündigung.

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          Kremlchef Wladimir Putin hat bei einem überraschenden Besuch in Syrien den Rückzug eines Großteils der russischen Truppen aus dem Bürgerkriegsland angeordnet. Erstmals seit Beginn des russischen Militäreinsatzes in Syrien besuchte Putin die Luftwaffenbasis Hamaimim in der Provinz Latakia. Dort gab er Order zur Einleitung des Rückzugs, meldeten die Agenturen Tass und Interfax am Montag. Auf dem Stützpunkt habe Putin auch den syrischen Präsidenten Baschar al Assad getroffen.

          Russland hat seit Ende September 2015 vor allem mit Luftangriffen auf Seiten der Regierung von Präsident Assad in den syrischen Bürgerkrieg eingegriffen. Viele hatten dem russischen Präsidenten damals vorausgesagt, er werde ein „russisches Vietnam“ erleben. Doch dazu kam es nicht. Heute ist Russland in Syrien der einflussreichste Akteur und baut seine Macht weiter aus. Das Land gilt als militärische Schutzmacht der syrischen Regierung.

          Laut der syrischen Nachrichtenagentur Sana ordnete Putin am Montag an, mit der Rückverlegung der russischen Kräfte in Syrien zu beginnen. Putin fügte demnach hinzu: „Wenn die Terroristen in Syrien noch einmal ihren Kopf erheben, dann werden wir ihnen einen Schlag versetzen, wie sie ihn zuvor noch nicht erlebt haben.“ Erst im November hatte Putin den syrischen Machthaber Assad überraschend in Sotschi empfangen. Dabei hatte er bereits angedeutet, dass sich der Militäreinsatz in dem Land dem Ende nähere.

          Am Donnerstag hatte das russische Verteidigungsministerium den Sieg über die Dschihadistenmiliz „Islamischer Staat“ (IS) in Syrien verkündet. „Die russischen Streitkräfte haben ihr Ziel erreicht, die IS-Terrororganisation in Syrien zu besiegen“, sagte ein ranghoher Vertreter des Verteidigungsministeriums in Moskau. Das Land sei nun „vollständig befreit“, behauptete Vize-Generalstabschef Sergej Rudskoj. Inwiefern diese Aussage tatsächlich zutrifft, ließ sich zunächst nicht überprüfen.

          Zusammen mit Iran und der Türkei vermittelt Russland seit Anfang 2017 in Gesprächen in der kasachischen Hauptstadt Astana zwischen der syrischen Regierung und der Opposition. Dabei wurden unter anderem vier sogenannte Schutzzonen vereinbart, in denen nicht gekämpft werden soll.

          Später am Montag traf Putin zu Gesprächen in Ägypten ein und wurde anschließend auch in der Türkei erwartet. Nach Ägypten reist Putin erstmals seit dem Bombenanschlag auf einen russischen Ferienflieger über der Sinai-Halbinsel im Oktober 2015. 224 Menschen starben bei dem Absturz. Der in Ägypten operierende Ableger der Terrormiliz IS beanspruchte den Anschlag für sich. Moskau stoppte daraufhin alle Direktflüge in das Urlaubsland am Nil.

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